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MINT und die Bedeutung von MINKT, STEM & STEAM für die Schule

MINT ist ein Kunstwort (Acronym) und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammen. MINT-Berufe sind sehr gefragt, denn es herrscht schon heute ein Fachkräftemangel.  Mit der Digitalisierung aller Gesellschaftsbereiche wird die Bedeutung dieser Disziplinen in Zukunft noch weiter zunehmen. Und Aspekte von MINT werden auch in anderen Fächern immer wichtiger.

Experten sagen, dass der Prozentsatz der Arbeitsplätze, für die technische Fähigkeiten und Verständnis erforderlich sind, in weniger als zehn Jahren auf 77% aller Arbeitsplätze steigen wird. Eine schulische und berufliche Ausbildung in den MINT-Fächern ist daher eine gute und wichtige Grundlage für den späteren Erfolg in den meisten Berufen der Zukunft.

MINT auf Englisch: STEM

Das englische Kunstwort für MINT ist „STEM“, es enthält die Anfangsbuchstaben der gleichen Fächer auf Englisch: Science, Technology, Engineering and Mathematics. Der Begriff STEM umfasst also ebenso wie MINT die Bildungsaktivitäten in diesen Fächern für alle Klassenstufen - von der Vorschule bis zur Universität - sowohl im schulischen Umfeld als auch im informellen Lernen.

STEM und MINT bedeuten weit mehr als nur die Vermittlung mathematischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse, Computerwissen und der Aufbau technischer Fähigkeiten. Denn entscheidend für die Herausforderungen von morgen sind auch Flexibilität und Kreativität im Denken. Dazu gehören Phantasie, kritisches Denken und Infragestellen, Kommunikationsstärke, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit im Team und agile Methoden der Problemlösung.

Aus STEM wird STEAM

Im englischen Sprachraum wird der Begriff STEM zunehmend durch STEAM abgekürzt für den zusätzlichen Anfangsbuchstaben von „Art“ = Kunst. Damit soll schon im Acronym verdeutlicht werden, dass die wirklichen Erfolge und Innovationen in der Digitalisierung sich nur mit Phantasie und künstlerischer Kreativität einstellen. Viele erfolgreiche IT-Manager und Produktentwickler sind auf Schulen gegangen, die kreative Bildungskonzepte verfolgen (zum Beispiel waren die Wikipedia Gründer Jimmy Wales, Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos alle auf Montessori-Schulen).

Aus MINT wird MINKT

Entsprechend zu Englisch „STEAM“ sollten wir im Deutschen künftig auch besser von „MINKT“ sprechen und so die Integration der bildenden Künste in die MINT-Förderung aufnehmen. MINKT-begründete Bildung zielt darauf ab, technischen Herausforderungen mit künstlerisch kreativem und kritischem Denken, Kooperation und effektiver Kommunikation in Verbindung mit solidem technischem Verständnis zu begegnen. Scheinbar widersprüchliche Bildungsbereiche wie die subjektiv und gefühlsbezogenen Künste sollten daher verstärkt mit objektiven und logischen Wissenschaften verbunden werden.

Es gibt verschiedene wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass die Verbindung der MINT-Fächer mit Kunst und Design zu größerer Motivation und effizienterem Lernen führt. Darüber hinaus unterstützen die bildenden Künste feinmotorische Fertigkeiten und das visuelle räumliche Denken, was für MINT-Fächern von hoher Bedeutung ist.

MINKT erweitert die MINT-Ausbildung

Die Integration der bildenden Künste in die MINT-Ausbildung kann Kinder also verstärkt motivieren, sich in naturwissenschaftenbezogenen Aktivitäten zu engagieren. Bislang wurden die Künste in der schulischen Bildung hauptsächlich als Verstärker oder als eigenständige Aktivität genutzt und nicht mit diesen anderen Fachbereichen integriert.

Mint-Ausbildung in der Schule

Mit einem MINKT-Ansatz können die notwendigen Fertigkeiten des 21. Jahrhunderts (auch als Soft Skills bezeichnet) über den gesamten Lehrplan so vermittelt werden, dass die Schüler ihre Talente in Autonomie entwickeln können.

Erfolgreiche Erfahrungen von Pädagogen bei der Implementierung von STEAM bzw. MINKT in Schulen zeigen, dass ein dynamisches Lernen an der realen Welt notwendig ist, um eine echte Problemlösekompetenz zu entwickeln. Durch die fächerübergreifenden Projekte können die Schüler die verschiedenen Fächer miteinander verbinden und das erworbene Wissen anwenden.

Das passende Material für MINT-Fächer und MINT-Ausbildung

Neben der Kenntnis von Computern und Computerprogrammen geht es in Zeiten der allseitigen Vernetzung aller Geräte (Internet of Things IoT bzw. Arbeitswelt 4.0) auch um den Erwerb von Grundkenntnissen der Robotik (Bau und Programmierung von Robotern) und der „Domotik“, der Haustechnik 4.0 („Smart Home“).

Es gibt inzwischen eine größere Auswahl kindgerechter Lehrmittel, die Kreativität und Informations-Technik bei der Vermittlung der Robotik verbinden.

MINT Lernmaterial für Kinder

LEGO® ist den Kindern als Produkt für Kreativität gut vertraut. Mit LEGO Education und speziell den Produkten aus der Serie Mindstorm bieten sich viele Möglichkeiten, an diese Erfahrungen in schulischen und universitären MINKT-Projekten anzuschließen.

Ein weiteres großes Potential für kreative, künstlerische und nachhaltige Robotik-Lernprojekte bietet die Firma ebotics . Hier können Roboter mit standardisierten Bauteilen und gebrauchten Gegenständen aus dem Haushalt im Unterricht oder Selbstlerngruppen gebaut und programmiert werden. Die Programmierung erfolgt zum Beispiel mit der bewährten und weit verbreiteten Scratch Blockprogrammierung, eine Übertragung auf den Roboter ist bei Notebooks mit USB, bei Tablets per Bluetooth unkompliziert möglich.

Und wer im Unterricht nicht erst lange bauen, sondern gleich mit dem Roboter programmieren loslegen möchte, für den bietet der mBot Roboter von Makeblock und einer ganzen Bibliothek von Lernmaterialien die richtige Startgrundlage.  Sie erhalten alle diese Systeme in großer Auswahl bei SpielundLern.de.

 

Text: Cristina Fernández- General Manager STEMx GLOBAL.
Erweiterung & Übersetzung: Christian Gravert

Quellen und weiterführende Literatur:

Aus MINT wird MINKT. In: Meine Kita – Das didacta Magazin für die frühe Bildung. Ausgabe 3/2018

Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Waltraut Walbiner: Der Einsatz neuer Technologien in der frühen Bildung . Herausforderungen und Perspektiven. Band 1, Reihe „Bildung braucht digitale Kompetenz“, 2018, kostenloser Download auf

http://www.avr-emags.de/Mediaunterlagen/didacta_Publikation/Bildung_braucht_digitale_Kompetenz_Band1.pdf

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