Zurück zu Lernmaterial & Lehrmaterial

Rechenhilfen


Fällt Ihnen etwas auf? Lassen Sie kurz Ihren Blick über unser Angebot an Rechenhilfen schweifen... Immer noch nichts? Finden Sie es nicht erstaunlich, dass die Auswahl so umfangreich ist? All die Unterkategorien ... und jede davon enthält ihrerseits zahlreiche Produkte! Ist doch eine gute Sache so ein großes Angebot, mögen Sie denken. Einerseits schon. Aber dahinter verbirgt sich auch ein gar nicht so positiver Aspekt. Denn Rechenhilfen dienen, wie der Name sagt, ja als Hilfe. Dass offenbar eine so große Nachfrage danach besteht, bedeutet leider, dass das Rechnen (eigentlich: die Mathematik) sehr vielen Kindern Probleme bereitet.

Rechenhilfen - weil Mathematik unverzichtbar ist

Ohne die Mathematik würden wir noch in überwiegend steinzeitlichen Verhältnissen leben. Kaum eine andere Wissenschaft kommt ohne den Umgang mit Zahlen und Formeln aus. Das betrifft bei weitem nicht nur die Naturwissenschaften. Man denke an die Wirtschaftswissenschaften oder an die Soziologie. Wo immer Zahlen auftauchen und verarbeitet werden müssen, wo Statistiken erhoben werden, wo Wachstumsverhältnisse erfasst werden müssen, theoretische Modelle erstellt werden, ist Mathematik unverzichtbar. Und für unser gesellschaftliches Zusammenleben brauchen wir Bürokratie - so verhasst sie vielen sein mag. Bürokratie wiederum ginge nicht ohne Zahlen und Mathematik. Und was ist mit der Architektur? Ohne die notwendigen Rechnungen ließen sich weder große Gebäude noch Brücken und Tunnels bauen.

Es gibt fast keinen Bereich des modernen Lebens, der nicht an irgendeinem Punkt von der Mathematik abhängig ist. Vor allem die Physik wäre ohne mathematische Formeln nicht denkbar, und auf ihr basiert wahrscheinlich der größte Teil des technischen Fortschritts.

Rechenhilfen werden gebraucht - leider

Da ist also auf der einen Seite die immense Bedeutung der Mathematik für unser Leben. Und zugleich gehört sie in Deutschland zu den drei Fächern, die am häufigsten den Ausschlag geben, dass ein Kind nicht versetzt wird. Sie nimmt den größten Anteil beim Nachhilfeunterricht ein.

Ab der Mittelstufe können sich nur noch die wenigsten Kinder an ihre Eltern um Hilfe wenden, weil diese den Stoff selbst nicht verstehen - und eventuell noch nie verstanden haben. So tief verwurzelt sitzt das Problem mit der Mathematik, dass es fast zum guten Ton unter Erwachsenen gehört, darauf hinzuweisen, man sei selbst immer schlecht in Mathe gewesen. Diese Antipathie gegen das Fach wird auf diese Weise leider weitergegeben und sorgt für Berührungsängste, bevor ein Kind seine eigenen Erfahrungen machen konnte. Das ist aber nur eines von vielen Puzzlestücken, die zum Gesamtbild führen.

Rechenhilfen alleine können nicht alles richten

Gerade Rechenhilfen in der Grundschule können einen äußerst wertvollen Beitrag leisten, um die Probleme, die Kinder mit dem Fach Mathematik haben, zu entschärfen. Sie dürfen aber nicht als alleinige Lösung betrachtet werden. Wir sollten versuchen, die Gründe für die verbreitete Antipathie gegen das Fach Mathematik zu verstehen. Diese sind vielfältig. Bei manchen können Eltern und Lehrkräfte unmittelbar ansetzen. Gegen anderen hingegen lässt sich zumindest auf die Schnelle nicht viel tun.

  • In der Mathematik ist nichts Ansichtssache. Wird ein Rechenvorgang nicht exakt durchgeführt, ist das Ergebnis falsch. Das wirkt hart und unerbittlich. Andere Fächer vergeben kleine Fehler schon eher und lassen mehr Freiraum für Kreativität. Verbesserungsansatz: Auch der Mathematik kann man sich kreativ und mit Spaß nähern. Das zeigen nicht zuletzt unsere Rechenhilfen!
  • Die ablehnende Haltung vieler Erwachsener überträgt sich. Verbesserungsansatz: Keine negativen Äußerungen über das Fach vor Kindern.
  • Es ist nicht erkennbar, wofür Mathematik im Leben außerhalb der Schule benötigt wird. Verbesserungsansatz: Den Kindern Beispiele vor Augen führen, die sie interessant finden (davon gibt es genug).
  • Die Rahmenpläne: Mancher Stoff kommt zu früh, nämlich in einem Alter, in dem das Abstraktionsvermögen noch nicht bei allen Kindern genug ausgebildet ist.
  • Wenn die Grundlagen nicht sitzen, wird alles weitere auch nur teilweise oder gar nicht verstanden. Schon bald können die Kinder nicht mehr folgen. So wird Mathe zum Angstfach.
  • Die Lehrpläne sind zu eng, die Lehrkräfte zu getrieben und überlastet, als dass sie sich um die Situationen einzelner Kinder kümmern könnten. Es fehlt die Zeit, sich einem Stoff lange genug zu widmen, bis er bei allen sitzt.

    Verbesserungsansatz für die letzten drei Punkte: Liegt bei den Kultusministerien.

Rechenhilfen sind weniger Rechengeräte als Lernhilfen!

Rechenhilfen können in manchen Situationen einen Taschenrechner ersetzen. Aber hier bei Spielundlern dreht sich alles ums Lernen. Rechenhilfen im Sinne von Rechengeräten werden für uns erst dadurch interessant, dass sie sich in der Pädagogik einsetzen lassen. Das trifft auf mehrere zu. Mit Abakus und Rechenbrett können schwierige Rechnungen durchgeführt werden. Wichtiger ist für uns, dass diese Rechenhilfen beim Lernen und Begreifen helfen, indem sie den Rechenvorgang zum Teil sicht- und nachvollziehbar machen. Während die Kinder lernen, wie sie funktionieren, verstehen sie schrittweise kleinere Bausteine, die zusammengesetzt etwas Größeres ergeben.

Umgekehrt befindet sich Lernmaterial in unserem Sortiment, das unter dem Begriff Rechenhilfen falsch aufgehoben wäre, wenn man es zu genau nähme. Denn dieses Material ist von vornherein nicht darauf konzipiert, beim Rechnen an sich zu helfen, sondern beim Begreifen, wie es funktioniert. Für diesen Ansatz gibt es viele Optionen. Man hat sich wissenschaftlich mit der Matheangst beschäftigt. Herausgekommen sind viele verschiedene, teilweise geniale, Ideen und Methoden. So hat die große Auswahl, die auf einen Missstand hinweist, letzten Endes natürlich doch etwas sehr Gutes! Jedes Kind tickt schließlich anders. Die verschiedenen Optionen sorgen für eine gute Chance, dass ein Kind etwas findet, das ihm ganz besonders gut hilft. Gerade bei Kindern im Vorschulalter ist außerdem noch das Dienes Material zu empfehlen, weil es eine hervorragende Einführung ins Einmalseins und Begreifen des Dezimalsystems bietet.