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Kon-Lab Sprachförderung

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Das Kon-Lab Sprachförderungsprogramm hat seinen Ursprung an der Konstanzer Universität. Der Schweizer Dr. Penner entwickelte Kon-Lab zur frühen Sprachförderung im Kindergarten und für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Kon-Lab steht für Konstanzer Labor und ist ein Programm, das den Kindern spielerisch Sprachregeln vermittelt, mit einem Schwerpunkt auf Sprachrhythmus und Wortbildung. Das Kon-Lab Material bietet speziell für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, welche durch eine Störung der Mundmotorik in der Sprache beeinträchtigt sind, die entsprechenden Übungen für ein besseres Sprachverständnis. Aber auch für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, bietet die DaZ Komponente der Kon-Lab Sprachförderung eine vielseitige Hilfe zum Wortschatzerwerb.... ▶ zum Ratgeber Kon-Lab

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Was ist das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm? Wobei kann es helfen? Und wie wird es angewandt? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in diesem Beitrag näher erläutern. Entwickelt wurde es von dem Schweizer Sprachwissenschaftler Dr. Zvi Penner in den 80er Jahren. Dabei steht Kon-Lab für Konstanz Labor, da es an der dortigen Universität entwickelt wurde. Es handelt sich um ein Sprachförderungsprogramm mit dem Hauptaugenmerk auf den Sprachrhythmus sowie der Wortbildung. Insbesondere der Regelerwerb in den Bereichen: Wortbildung, Satzteile sowie die Bildung von ganzen Sätzen stehen dabei im Vordergrund.

Die verschiedenen Spracherwerbsphasen

Bei der Entwicklung der Inhalte wurden die Spracherwerbsphasen berücksichtigt, die Kinder normalerweise durchlaufen. Die Phasen werden folgendermaßen unterteilt:

1. Die Wortfabrik: 0 bis 2 ½ Jahre
2. Satzgliederfabrik:1 ½ bis 2 ½ Jahre
3. Satzfabrik: 1 1/2 bis 2 1/2 Jahre
4. Präpositionen: 2 bis 6 Jahre
5. Sprachverstehen: 3 - 6 Jahre

DieSprachentwicklung bei Kindern ist sehr störanfällig. Spracherwerbsstörungen betreffen etwa 15% der Kinder eines Jahrgangs. Diese Kinder benötigen eine ähnliche Förderung wie Kinder mit Migrationshintergrund. Liegen Defizite im Spracherwerb vor so können sich daraus Langzeitfolgen bezüglich kognitiver, schulischer, emotionaler und sozio-ökonomischer Entwicklung ergeben. Deshalb ist es bedeutsam möglichst früh und wirksam zu intervenieren. Das Ziel dabei ist die Verbesserung des kindlichen Lern- und Entwicklungspotenzials.

Grundlagen des Spracherwerbs spielerisch mit Kon-Lab vermitteln

Hierzu zählt das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm als innovatives Programm, welches den Know-How-Transfer zur Weiterbildung von Fachpersonen bietet. Vor allem im Bereich der Sprachdiagnose und -förderung. Die störungsanfällige, sensible Phase des Spracherwerbs ist nach dem dritten Geburtstag herum weitgehend beendet. Das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm bietet gezielte Übungen, um vorhandene Sprachdefizite auszugleichen und damit den Zugang zum Spracherwerb zu bahnen. Deshalb ist es am besten geeignet für Kinder von 3 bis 6 Jahren.

Das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm behandelt auf spielerische Art den Rhythmus der Sprache, Bildung von Wörtern und Erwerb des Wortschatzes. Dies sind die Grundlagen für die Grammatik und die Satzbauregeln. Somit werden die Grundlagen für das Verstehen der Sprache schon vor dem Schuleintritt gefördert. Für Kinder unter 3 Jahren wurde FLINK entwickelt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Sprachförderung in der Krippe und Deutsch als Zweitsprache.

Im Zentrum steht die inhaltliche und spielerische Förderung. Sie erfolgt bei dem Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm über die Grundelemente Musik und Sprache, Wörter für Sachen und räumliches Vorstellungsvermögen sowie Ereignisse und Handlungen. Bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES), welche durch eine Störung der Mundmotorik in ihrer Sprache beeinträchtigt sind, helfen die entsprechenden Übungen zu einem besseren Sprachverständnis und Sprachrhythmus.

Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

Vor allem für Kinder, bei denen Deutsch die Zweitsprache ist, gibt es die DaZ-Komponente. Sie bietet vielseitige Hilfe zum Wortschatzerwerb. Die Spiele des Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm können zusätzlich zu Hause ergänzend genutzt werden. Im Kindergarten werden sie zusammen mit einem Erzieher oder Pädagogen angewendet. Dabei bieten sich mehrere, dafür kurze Spieleinheiten an. Die Dauer von 15 Minuten ist für eine Spieleinheit ausreichend.

Mit dem Starterpaket des Kon-Lab-Sprachförderungsprogramms ist eine gute Basis an Materialien vorhanden. Damit lässt sich der Schriftspracherwerb durch Nutzung von Grammatik, Satzbau und Wortschatz fördern. In Kindertageseinrichtungen ist es das am häufigsten verwendeten Programm zur Sprachförderung. Die Durchführung findet in Ergänzung zum Alltag in der Gruppe statt. Dies meist mehrmals pro Woche.

Die Inputförderung mit dem Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm

Das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm richtet sich vor allem an Kinder, die Probleme haben sprachliche Regeln zu erschließen. Mit den Spielen werden den Kindern gezielte Informationen angeboten. Diese helfen den Kindern, die entsprechende Regel zu erlernen. Dies geschieht mittels der sogenannten „Inputförderung“. Die Sätze werden den Kindern zuerst vorgesprochen. Danach gemeinsam mit den Kindern ritualartig wiederholt.

Um ein differenziertes Sprachverständnis zu erlangen, ist der Erwerb der sprachlichen Regeln eine wichtige Voraussetzung. Häufig sind die Kinder mit der Fülle der Sprache im Alltag überfordert. Doch auch die teilweise widersprüchlichen Informationen tragen dazu bei, dass die Kinder nicht wissen, welche Information wichtig ist. Mit dem Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm erhalten die Kinder genau die Informationen, die sie für eine entsprechende Regel benötigen.

Das Vorgehen bei dem Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm

Mehrere verschiedene Sätze und Wörter werden mehrmals richtig vorgesprochen. Mit einem gemeinsamen Ritual werden diese zusammen nachgesprochen. Dazu kann Klatschen oder andere Körpergesten hinzugefügt werden. Dr. Zvi Penner prägte unter diesem Vorgehen den Begriff „Inputförderung“.

Die Kon-Lab-Sprachförderung findet nicht nur im Kindergarten Verwendung. Auch in der Logopädie in der Input-Therapie wird sie eingesetzt. Der Inhalt der Spiele besteht aus Memory-Karten, Fotos, Handpuppen sowie Vorlesegeschichten. Im Kindergarten erfolgt sie ergänzend zum Alltag, wobei eine genaue Dauer und Anzahl nicht festgelegt ist. Erfolge zeigen sich auch bei Kindern mit globalen Entwicklungsstörungen oder Sprechapraxien.

Der Aufbau der Kon-Lab-Sprachförderung

Mit dem Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm werden die Grundlagen der Sprachmelodie, also der Prosodie, auf spielerische Weise übermittelt. Dies geschieht mit allen Sinnen: hören, fühlen und sehen. Der Aufbau umfasst:

  • Prosodie / Morphologie:
    Clipping, Rhythmus 1, Verkleinerung, Einzahl – Mehrzahl, Rhythmus 2, Wortzusammensetzungen, Wortableitungen
  • Grammatik:
    Satzteilfabrik: Artikel: Besitzstruktur, Eigennamen, Körperteile
    Satzfabrik: Auch-Sätze, Satzstruktur
    Präpositionen
  • Sprachverstehen:
    Artikelgrammatik, Satzgrammatik

Jeder Bereich ist durch einen strukturierten Ablauf gegliedert. Für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen ist das Material besonders gut geeignet. Die Pappe ist dick, alle Sinne werden angesprochen und die Möglichkeiten der Durchführung sind einfach.

Das Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm gibt es mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Deutsch
  • Deutsch als Zweitsprache
  • Sprachförderung

Dieser Input reicht aus, um bei den Kindern das Umsetzen der entsprechenden Regel auszulösen. Dies ersetzt jedoch keine logopädische Therapie, stellt aber eine sinnvolle Ergänzung dar. Zudem wird nebenbei noch das soziale Miteinander gefördert. Der spielerische Charakter des Kon-Lab-Sprachförderungsprogramms macht den Kindern viel Spaß. Kinder erlernen die Sprache in sinnvollen Zusammenhängen. Also über Spiel, über Bewegung sowie in der handelnden Auseinandersetzung. Es wird davon ausgegangen, dass sprachlich unauffällige Kinder ebenfalls vom Kon-Lab-Sprachförderungsprogramm profitieren. Es hilft ihr sprachliches Wissen zu festigen.

Ausbildung zum Kon-Lab-Therapeuten

Die Ausbildung zum Kon-Lab-Therapeuten richtet sich an Logopäden, Erzieher und Pädagogen, insbesondere aus den Fachgebieten der Sprachentwicklung, des Redeflusses und der myofunktionellen Therapie. Hierbei wird das sprachtherapeutische Wissen erweitert und aktualisiert bezüglich der Spracherwerbsstörung.

Unser Sprachgebrauch wird von unserer gesunden Intuition zuverlässig gesteuert. Doch wenn die sprachliche Intuition sich nicht oder nur verzögert entwickelt entstehen Defizite. Werden diese nicht aufgeholt können weitere Probleme die Folge sein. Dies können Lese-Rechtschreibstörungen sowie größere Probleme im Sprachverständnis sein.

Die Behandlung erfolgt ursachenorientiert und entwicklungsproximal. Insgesamt umfasst die Ausbildung 8 Module, die logisch aufeinander aufbauen. Den Abschluss bildet die Supervision, in der eigene Fallbeispiele vorgestellt werden und der Therapieverlauf zusammen mit der Gruppe geplant wird. Die Teilnehmer lernen die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendung des Kon-Lab-Sprachförderungsprogramms kennen.

Überblick der einzelnen Module:

  1. Prosodie Basis
  2. Prosodie Aufbaukurs/ Kognition und Wortschatzerwerb
  3. Grammatikerwerbsstörungen/Dysgrammatismus und Sprachverständnis
  4. Sprachverständnis
  5. Kognitive Entwicklung der Kinder von 0-3
  6. Therapie des reduzierten Wortschatzes
  7. Sprachtherapie bei Kindern mit Migrationshintergrund
  8. Supervisionskurs

Modul 1: Prosodie Basis

Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Grundlagen. Zudem wird die ungestörte sowie die gestörte Sprachentwicklung einander gegenübergestellt. Weiterhin werden die Mittel der Diagnostik und der Therapie erläutert. Eine intensive Auseinandersetzung erfolgt mit der Prosodie: ihren Grundlagen, der Umsetzung in den therapeutischen Alltag sowie der Verwendung des Materials.

Modul 2: Prosodie Aufbaukurs

Die Basiskompetenzen des Spracherwerbs von 0 bis 3 Jahre werden erläutert. Im Fokus stehen: der Aufbau der Silbenstruktur, die Wortableitung und Wortzusammensetzung sowie die Interventionsmittel bei Defiziten bei Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren. Weiterhin behandelt werden:

  • Grundlagen der Prosodie des Deutschen & des ungestörten Prosodie-Erwerbs
  • Diagnostik und Therapie in Bezug auf Silbenstruktur, Sprachrhythmus,
  • Wortbildung, Wortzusammensetzung, Genuszuweisung: der, die oder das?,
  • Pluralbildung, Sprachrhythmus und Rechtschreibung.

Modul 3: Grammatikerwerbsstörungen

Hierbei geht es um die Zusammenhänge der Grammatik und dem Sprachverständnis. Im Mittelpunkt stehen die Artikeleinsetzung und die Syntax. Anhand von Fallbeispielen wird die praktische Arbeit vorgestellt.

Modul 4: Sprachverständnis

In dieser Lerneinheit geht es um die theoretischen Grundlagen des Sprachverständnisses und der Entwicklung des Sprachverstehens sowie der Umsetzung in den therapeutischen Alltag.

Modul 5: kognitive Entwicklung der Kinder 0 bis 3 Jahre

Hier wird das angeborene Kernwissen der Kinder betrachtet. Ebenso die kognitive Entwicklung bis zum 3. Geburtstag. Hauptaugenm,erkt liegt auf dem Zusammenhang von Sprache und Denken.

Modul 6: Therapie des reduzierten Wortschatzes

In dieser Lerneinheit geht es um den Zusammenhang der zugrunde liegenden Störung der prosodischen Verarbeitung. Gleichzeitig werden Wege der gezielten Förderung gezeigt.

Modul 7: Sprachtherapie bei Kindern mit Migrationshintergrund

Meistens wird die deutsche Sprache von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache benutzen, nicht in vollem Umfang erworben. Sie weisen einen reduzierten Wortschatz, Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb, Defizite in der Syntax und der Grammatik sowie Sprachverständnisprobleme auf. Dabei gibt es Parallelen zu Kindern mit SES, aber aucheinige Besonderheiten. Diese werden näher betrachtet.

Modul 8: Supervision

Die Supervision ist ein praktischer Teil. Hierbei werden anhand von anonymisierten Beispielen aus der Therapie mit der Gruppe zusammen Therapiepläne entwickelt.

Fazit und Empfehlung zur Sprachförderung Deutsch mit Kon-Lab

Das Kon-Lab Sprachförderungsprogramm eignet sich besonders zur Förderung von Kindern mit Deutsch als Fremdsprache und für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen. Durch in der Praxis erprobte Kon-Lab Materialien werden die Kinder mit alltäglichen Übungen im Spracherwerb unterstützt und greifen dabei spielerisch die Themen Rhythmus der Sprache, Bildung von Wörtern und Erwerb des Wortschatzes auf. Darauf aufbauend wird die Grammatik und Satzbauregeln gefördert. Mit der Serie Kon-Lab Wortfabrik vom Schubi Verlag werden die Grundlagen für das Verstehen der Sprache schon vor dem Eintritt in die Grundschule gefördert und ermöglichen auch im Spracherwerb auffälligen Kindern eine gleichberechtigte Teilnahme in den ersten Schuljahren.

Lernen mit Flink - Kon-Lab Sprachförderung in der Krippe

Für Kinder unter einem Alter von drei Jahren wurde das Programm Lernen mit Flink entwickelt. Hier wird der Schwerpunkt speziell auf die Sprachförderung in der Krippe und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) gelegt. Es bietet sich auch durchaus an, das Kon-Lab Material für Kleinkinder in den entsprechenden Feldern der Sprachtherapie zur Anwendung zu bringen. Die inhaltliche und spielerische Förderung über die Grundelemente Musik und Sprache, Wörter für Sachen und räumliches Vorstellungsvermögen sowie Ereignisse und Handlungen stehen im Mittelpunkt dieser speziellen Kon-Lab Sprachförderung.

Empfehlungen zur Arbeit mit dem Kon-Lab Material

In der Logopädie und der therapeutischen Praxis bietet es sich an, die Eltern in den Prozess der Sprachtherapie mit einzubeziehen, da sich die Kon-Lab Spiele auch zur Förderung zu Hause anbieten. Die Erziehungsberechtigen werden dadurch zu einem aktiven Teil und einer bedeutenden Unterstützung der praktischen Arbeit. Im Kindergarten können Pädagogen und Erzieher die Kinder über mehrere Spieleinheiten am Tag mit einer Dauer von rund 15 Minuten unterstützen. Empfehlenswert ist es, ein Kon-Lab Starterpaket zu kaufen. Damit besitzen sie die nötigen Kon-Lab Materialen, um den Schriftspracherwerb unter Verwendung von Grammatik, Satzbau, und Wortschatz zu fördern.