Zurück zu Lernmaterial & Lehrmaterial

Experimentiermaterial

Experimentiermaterial Banner

Das Wort Experimentiermaterial ist eigentlich selbsterklärend. Doch an dieser Stelle geht es um Experimentiermaterial für Kinder, was eine wichtige Eingrenzung ist. Es stellt ja einen enormen Unterschied dar, ob Erwachsene im Dienste der Wissenschaft Experimente durchführen oder ob Kinder durch die Beschäftigung mit clever konzipierten Experimentiersets spielerisch die Welt begreifen lernen. Unser Sortiment enthält eine Menge verschiedener Ansätze, die allesamt das kindliche Interesse zu wecken vermögen.

Experimentiermaterial speziell für Kinder

Für Kinder ist es am besten, wenn ihnen ihre eigene natürliche Neugier als Antrieb dienen darf. Wenn sie Anstoss von außen bekommen, sollte der daher auch nicht mit elterlichem Ehrgeiz verbunden sein. Von ihnen wird nicht verlangt, dass sie eine bahnbrechende Entdeckung machen. Sie müssen sich ja erst einmal all die naturwissenschaftlichen Grundlagen erschließen, die für die Erwachsenen (ähem, oder zumindest die wissenschaftlich Interessierten) schon lange selbstverständlich sind. Und das muss Schritt für Schritt ohne Druck geschehen, wenn es Spaß machen soll. Unser Experimentiermaterial für Kinder ist genau dafür gedacht. Dort werden natürlich oft Themen behandelt, auf welche Kinder erfahrungsgemäß anspringen. Einige Beispiele:

  • Aggregatzustände: Wie kann derselbe Stoff verschiedene Erscheinungsformen haben?
  • Veränderte Materialeigenschaften bei Temperaturwechsel: Warum ändert sich das, was man mit einem Stoff tun kann, nur durch ein paar Grad Unterschied?
  • Magnetische Anziehung und Magnetisierung: Wie kann ein Gegenstand Metall erst nicht anziehen - und dann doch?
  • Optische Phänomene: Warum bekommt der Stock einen Knick, wenn man ihn ins Wasser hält?
  • Beindruckende (natürlich harmlose) chemische Reaktionen: Warum wechseln zwei Stoffe die Farbe, wenn man sie zusammenbringt?
  • Kleine Dinge ganz groß sehen: Das sieht ja ganz anders aus! Warum ist das jetzt so groß?

Experimentiermaterial weckt den/die Wissenschaftler/in im Kind

Aus kindlicher Perspektive ist die Welt - bei aller Routine, die ja auch die Kleinsten schon kennen - der Anlass für endlos viele Fragezeichen. Ab etwa dem dritten Lebensjahr kann der Wissensdurst der Kinder kaum gestillt werden, und eine Frage führt zur nächsten. Auf ein Warum? folgt ein Wie? oder Wann? oder Wer? und potenziell alle weiteren Fragewörter, die es gibt.

Ihr Alltag gibt Kindern mehr als genug Anlässe zum Fragen, denn er ist voller naturwissenschaftlicher Phänomene, denen wir Erwachsene schon lange keine Aufmerksamkeit mehr schenken, die aber gleichwohl nach einer Antwort verlangen: Warum schäumt Zahnpasta, warum blühen Blumen, wie kommt das Wasser in die Wolken, bevor es wieder herunter regnet?

Indem Kinder so wissbegierig sind und nach Antworten suchen, trainieren sie ihr Denken in Kausalzusammenhängen. Sie mehren nicht nur ihr Wissen, sondern lernen auch das Schlussfolgern. Im selben Zuge wächst ihr Drang danach zu ergründen, warum die Dinge sind, wie sie sind. Im Grunde sind sie somit schon kleine Wissenschaftler/innen. Denn sie stellen Behauptungen auf und versuchen, diese dann zu überprüfen. Sie tun dies auf typisch kindlich spontane Weise, meistens ganz ungeplant. Aber der Ablauf - zunächst eine Frage zu stellen und sie dann zu überprüfen - ist im Ansatz schon ein quasi wissenschaftliches Vorgehen. Mit dieser Veranlagung sind Kinder sehr empfänglich für Experimentiermaterial, das ihnen die Möglichkeit wortwörtlich in die Hand gibt, die Welt zu erforschen.

Experimentiermaterial begeistert schon im Kindergarten

Das Herumprobieren mit Experimentiermaterial ist sogar schon für Kinder im Vorschulalter empfehlenswert. Ihre immense Neugier motiviert sie dazu, sich ständig mit etwas Neuem zu beschäftigen. Durch einen geschickten Schubs kann ihrem kindlichen Aktivitätsdrang eine Richtung gegeben werden, von der sie in jedem Fall profitieren werden.

Die Forschung hat ergeben, dass naturwissenschaftliche Experimente bereits im Rahmen der Frühförderung im Kindergarten wegweisend für den beruflichen Werdegang der Kinder sein können. Nicht, dass nun jedes Kind später eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen müsste. Aber alles, was hilft, die Schule mit mehr Leichtigkeit oder sogar guten Noten zu durchlaufen, ist doch schon ein großer Gewinn!

Das Experimentiermaterial, das sich an Kinder im Vorschulalter richtet, behandelt freilich noch Fragestellungen, zu denen sich sehr einfache Experimente durchführen lassen. Wenn eine Kindergartengruppe gemeinsam einen Versuch durchführt, entsteht dadurch, dass die Kinder alles begreifen, eine besondere Befriedigung. Sie fühlen sich dann kompetenter und schlauer. Deswegen geht es ihnen überhaupt nicht um beeindruckende Effekte, die höchstens nützliches Beiwerk sind, um den Spaß zu erhöhen.

Die Beschäftigung mit Experimentiermaterial etabliert schon im Vorschulalter grundlegende naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse. Dieses Wissen nehmen Kinder optimal auf, wenn sie es sich selbst erschließen. Das kann auch in einer Gruppe (mit Geschwistern oder eben im Kindergarten) geschehen. Kinder teilen die Erfahrungen des Entdeckens und Begreifens gerne. Und sie werden das Gelernte nicht mehr vergessen.

Das ist es, was gute Experimentiersets leisten sollen: Kindern zu dem Gefühl verhelfen, etwas Interessantes oder sogar Wichtiges selbst herausgefunden zu haben, ob nun alleine oder zusammen mit anderen.

Experimentiermaterial für größere Kinder

Mit den Jahren steigert sich die Kommunikationsfähigkeit. Das weitet den Horizont und beschleunigt den Lernvorgang erheblich. Durch den Austausch mit den Eltern und Lehrer/innen über die eigenen Versuche und Beobachtungen mehren und vertiefen sich die Kenntnisse. Es werden Verbindungen und Parallelen festgestellt, das Denken wird übergreifender. Experimentiermaterial für Kinder im Schulalter trägt dieser Weiterentwicklung Rechnung und regt Fragestellungen zu komplexeren Themen an. Dadurch bleibt das Forschen für die heranwachsenden Kinder interessant. Wenn es zu einfach wäre, würden sie sich unterfordert und schnell gelangweilt fühlen.

Bei Kindern der dritten oder vierten Klasse oder Mittelstufe geht es also oft schon um Grundlagen der Physik, Chemie und Biologie. Es riecht deswegen trotzdem noch lange nicht gleich nach Schulunterricht. Kinder, die mit Experimentiermaterial schon gute Erfahrungen gemacht haben, stören sich nicht daran, dass das Erlernte womöglich auch im Unterricht drangenommen wird. Sie führen die entsprechenden Versuche immer noch gerne zuhause aus. Und aus der umgekehrten Perspektive lässt sich Schulunterricht mit praktischen Experimenten viel spannender gestalten als über Frontalunterricht.

Übrigens: Das hier Geschilderte trifft auch auf die meisten Artikel zu, die Sie unter Robotik, Coding und Technik finden. Das Sortiment dort bezieht sich eindeutiger auf Elektronik. Aber Elektrobaukästen und Technische Baukästen lassen sich natürlich ebenfalls als Experimentiersets betrachten. Es handelt sich nicht einfach um Bausätze, die nach Anleitung zusammengebaut werden, sondern auch dort sollen die Kinder motiviert werden, Dinge auszuprobieren.