Kindergarten-Spiel, 3-6 Jahre
Das Kindergarten-Spiel enthält 400 Erkennungs- und Unterscheidungsübungen zur Förderung der Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit. Der steigende Schwierigkeitsgrad dieser Übungen von der ersten bis zur letzten Seite entspricht in etwa der geistigen Entwicklung eines Kindes im Alter von 3 bis 6 Jahren. Das Spielinteresse bleibt dabei in diesen Zeitraum bewahrt, weil das älter werdende Kind immer wieder auf neue unbekannte Aufgabenstellungen stößt. Ist Ihr Kind bereits älter, so sollten Sie eher einen Lerntrainer mit Anfangsalter 5 Jahre einsetzen, weil die ersten Seiten schon zu einfach sind, es sei denn, ihr Kind soll einige Defizite in seiner Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit aufarbeiten.Die Plättchen werden als zusammenhängender Satz - an Stegen - geliefert, um ihre Vollständigkeit zu garantieren. Sie werden vor Spielbeginn von den Stegen abgebrochen, dabei sollten eventuelle Stegreste abgeschmirgelt werden, damit die Plättchen nachher einwandfrei passen.Es empfiehlt sich, die Plättchen mit ihrer Vorderseite (Punktsymbol) nach Oberbegriffen in das Klemm-Magazin des Kastendeckel einzusortieren: Wohngegenstände, Tiere, Werkzeuge, Kleidungsstücke, Fahrzeuge, Geschirr und Spielzeug.Seite 1: Farbige EinzelbilderDie erste Seite enthält 49 farbige Abbildungen, denen die Plättchen mit den einfarbigen Bildern zugeordnet werden. Dabei können Erwachsene bereits erste Rückschlüsse auf die Wahrnehmung ihres Kindes ziehen:Den einfarbigen Ball zu erkennen, ist natürlich viel leichter, weil er auf Plättchen und Einlegeseite gleich aussieht. Das Schwein erscheint dem Kind jedoch zunächst nur als große rosarote Fläche.Seite 2: BildausschnitteAuch bei den nächsten Seiten mit zwei bis vier Punkten wird die gleiche Plättchenseite mit dem s/w-Bild eingesetzt und damit ein größerer Schwierigkeitsgrad erreicht:Auf Seite 2 wird also das "ganze" Plättchenbild auf ein farbiges Teilbild gelegt.Dabei ist die Verteilung der Plättchen auf jeder Seite anders und es ist zwecklos, sich die Lage jedes Plättchens einzuprägen.Seite 3: FunktionenHier erfährt das Kind, wo man die Dinge braucht und wie sie funktionieren.Eigentlich ist hier die Ablage von Plättchen nur "Mittel zum Zweck"; aber nur durch die Suche nach dem zum Plättchen gehörenden Funktionsbild schaut sich das Kind die "Bildgeschichten" genauer an und erfährt dadurch den "Sinn" der Bildgegenstände.Seite 4: Verkehrte Welt"Das Mittel zum Zeck" bringt es mit sich: Beim genauen Betrachten dieser "Bildgeschichten" erfährt das Kind allerlei "Unsinn" und hier sollte der Erwachsene unbedingt daran teilhaben; denn das Kind will sicherlich von sich aus viel erzählen.Seite 5: Gleiche s/w-BilderIm zweiten Teil (Symbol "Stern") sind Unterschiede in den Abbildungen zu erkennen und die Aufgabenfelder werden mit der Rückseite der Plättchen (ebenfalls Symbol "Stern") belegt.Hier geht es nicht mehr um eine Unterscheidung von Ball und Teller, sondern um Unterschiede von gleichartigen Dingen. Jede der sieben Reihen enthält ein gleiches Motiv: Äpfel, Blumen, Vögel, Fische, Häuser, Schlüssel und Schuhe.Seite 6: Gleiche Bilder in FarbeGegenüber der Seite 5 kommt nun als nächste Schwierigkeitsstufe die Farbe "ins Spiel".Daher sind im Übrigen die Plättchen nicht farbig, da sonst ein Kind immer nur über Farbe die Bilder zuordnen würde und damit nicht genau hinsieht.Seite 7: Veränderte Lage und GrößenDinge bleiben unabhängig ihrer Lage und Größe gleich:Fische unterscheiden sich also nicht durch ihre "Schwimmrichtung" sondern durch ihre Flossen, Häuser erscheinen größer oder kleiner, wenn man sie aus der Nähe oder von Ferne betrachtet usw.Haben Sie auch schon einmal von einem Fernsehturm hinuntergeschaut?Seite 8: Aktion, Perspektive, Negativ, ...Zum Abschluss sind die Bildmotive in sehr unterschiedliche Darstellungsformen eingebettet:Ansichten von vorn, von hinten oder in der Perspektive, im Negativ, seitenverkehrt oder im Zusammenhang mit einer Funktion oder Aktion. Hinweise zum Kindergarten-SpielErwachsene helfen viel zu oft und viel zu viel!Kinder halten sich nicht unbedingt an eine - vom Erwachsenen gewünschte Reihenfolge, sondern nehmen wahllos ein Plättchen in die Hand und suchen dazu das passende Bild auf den Seiten. Das ist ausdrücklich erlaubt, denn Erwachsene sollten nur mit "sparsamen Bemerkungen" helfen, damit das Kind seine eigenen Gedankengänge vollziehen kann.Ein Wort zur Konzentration:Zu Beginn des Spiels verfügt das Kind über die größte Konzentration, die jedoch im Spielverlauf nachlässt. Entsprechend wird der Konzentrationsbedarf zum Spielende hin geringer, was dadurch abgefangen wird, dass die Auswahl der Plättchen abnimmt, bearbeitete Felder bereits durch Plättchen abgedeckt sind und das Kind das Ende seiner Arbeit sieht. Nur so lässt sich Konzentration erlernen.
Durchschnittliche Bewertung von 4.7 von 5 Sternen