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Tipps für einen gelungenen Kindergeburtstag

Ganz gleich, ob Junge oder Mädchen Geburtstag hat: irgendwann sind alle Eltern an der Reihe, einen Kindergeburtstag zu organisieren. Nicht selten schwirren den Erwachsenen Tausend Fragen durch den Kopf: Wo soll der Geburtstag gefeiert werden? Welche und wie viele Gäste erscheinen? Wie lange soll die Feier dauern? Welche Spiele könnten die Kleinen mögen? Unser Ratgeber gibt nützliche Tipps an die Hand, wie alle kleinen Gäste eine rundum glückliche Feier erleben.

Kindergeburtstage unterliegen keinem standardisierten Ablauf

Einen standardisierten Ablauf, der für jede Familie gleichermaßen Bestand hat, gibt es nicht. Üblicherweise feiern die Familien zum Geburtstag ihres Kindes zwei Feste. Unmittelbar am Geburtstagsdatum feiert die Familie mit engen Verwandten im kleinen Kreis. Am Geburtstagswochenende oder ein bis zwei Wochen später folgt der Kindergeburtstag mit den Kindergarten- oder Schulfreunden.

Rund zwei Wochen vor dem angesetzten Termin der Feier ist es sinnvoll, eine erste Checkliste zum Kindergeburtstag aufzustellen. Auf dieser sollten alle relevanten Informationen zur geplanten Dekoration und Verpflegung der Gäste enthalten sein.

Geburtstagseinladungen richtig vorbereiten, schreiben und verschicken

Alle kleinen und großen Gäste werden rund zwei Wochen vor der Fete mit einer hübschen Karte eingeladen. Die Geburtstagskarte lässt sich entweder telefonisch, per E-Mail, persönlich oder postalisch übermitteln. Doch eine schöne Einladung zum Geburtstag zu gestalten ist mit viel Aufwand verbunden. Häufig unterschätzen Eltern die Arbeit und Mühe, die solch eine handgeschriebene Karte bereitet.

Ein Patentrezept für eine ansehnliche und passende Geburtstagseinladung kann kein Experte geben. Entweder lassen sich die Bildkarten für die Kids gemeinsam mit dem Geburtstagskind selbst basteln. Alternativ greifen Eltern auf eine schicke vorgefertigte Einladungskarte zum Kindergeburtstag zurück. Beim Beschreiben der Einladungskarte kommen viele Kids bereits in die richtige Party-Stimmung. Idealerweise vermittelt die Einladungskarte einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehende Feier. Die endgültige Entscheidung über das Design, die ausgewählten Farben und das Motto des Tages sollte dem Geburtstagskind überlassen bleiben. Ebenso entscheidet das Kind – nicht die Eltern – wer zur Feier begrüßt wird oder nicht. Zwar sind Pflichteinladungen bei Erwachsenen durchaus üblich. Doch der kleine Nachwuchs lädt nur diejenigen ein, die ihm wirklich am Herzen liegen.

Hinsichtlich Aufmachung und Design der Geburtstagskarten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Für eine Piraten-Party bietet sich eine bunte Karte voller Schatztruhen, Schiffe und Papageien an. Bei kleinen Prinzessinnen-Partys dominiert die Farbe Pink auf den Einladungen. Bei einer sportlichen Karte für Jungs darf der Fußball nicht fehlen. Wichtig: Auf allen Karten sind die relevanten Daten – Ort und Zeit – übersichtlich auf einen Blick kenntlich zu machen. Daneben gilt es zu erwähnen, ob das Geburtstagskind zu seiner Fete einen Ausflug oder eine aufwendige Kostüm-Party plant. Die Schlussformel des Kartentextes schließt mit der Bitte um eine kurze Rückmeldung ab.

Gästeanzahl auf einem Kindergeburtstag: weniger ist oft mehr

Bei der Anzahl der kleinen Gäste ist weniger oft mehr. Wenngleich die kleinen Nasen gern die halbe Kindergartengruppe einladen möchten: Die finanziellen und räumlichen Bedingungen sind hierfür nicht immer gegeben. So gesehen tun Eltern gut daran, eine einfache Faustregel zu beherzigen. Pro Lebensjahr eines Kindes wird exakt dieselbe Anzahl Gäste eingeladen. Das bedeutet, dass ein fünfjähriges Geburtstagskind beispielsweise fünf Gäste empfängt. Bei kleineren Kindern unter drei Jahren dürfen es weniger Gäste sein. Es passiert sonst schnell, dass sich ein Kleinkind durch die vielen Besucher unwohl und überfordert fühlt. Größere Kids dürfen eine dementsprechend höhere Zahl an Gästen begrüßen. Doch auch hier erscheint es der Übersichtlichkeit halber sinnvoll, höchstens zehn Schulkameraden oder Freunde einzuladen. So hält sich der organisatorische Aufwand in Grenzen. Im engsten Kreise der liebsten Freunde fühlen sich die Sprösslinge ohnehin am wohlsten.

Dekoration für den Kindergeburtstag auswählen

Mit einer schönen Dekoration steht und fällt ein gelungener Kindergeburtstag. Sie versetzt die kleinen Gäste in feierliche Stimmung und sorgt für gute Laune. An den vorbereitenden Aufgaben sollte das Geburtstagskind einbezogen werden. Schon Kleinkinder freuen sich, wenn sie sich beim farbenfrohen Verteilen der Luftschlangen oder bei der Dekorations-Wahl beteiligen. Auf diese Weise erleben sie sich selbst als kompetent und fühlen sich wertgeschätzt. Diese Aspekte legen den Grundstein für eine kindgerechte Entwicklung. Ebenso wie die Einladungen lässt sich die dekorative Auswahl einem bestimmten Motto unterordnen.

  • Eine mittelalterliche Kindergeburtstagsparty verwandelt den Wohnzimmertisch in eine opulente, festlich gedeckte Tafel. Wappen, goldene und rote Tischdecken oder prunkvolle Kelche komplettieren die festliche Ausschmückung.
  • Bei einem Detektiv-Motto avanciert der Raum zum geheimnisvollen Entdeckungsgelände. Im Dunkeln liegen Taschenlampen, Stadtkarten, Detektivausweise und andere Utensilien bereit. Das Motto ist ideal, um ein „Detektiv-Mörder-Spiel“ umzusetzen, doch bietet es sich eher für größere Kinder an.
  • Kleinkinder zeigen sich von Dinosaurier-, Cowboy und Indianer- oder Märchenpartys besonders angetan.
Ein gedeckter Geburtstagstisch zum Kindergeburtstag
Bunte Servietten und Party-Hütchen machen Vorfreude auf den bevorstehenden gedeckten Kuchentisch.

Fester Brauch: Spiele auf einer Geburtstagsparty veranstalten

Kaum etwas vergnügt Kinder so sehr wie das Ausprobieren neuer fantastischer Spiele. Für eine gelungene Geburtstagsparty bedarf es eines abwechslungsreichen, altersgerechten Spiele-Programms. Für den Fall der Fälle sind Reservespiele parat zu halten, sodass sich die Auswahl an die Stimmung der Gäste anpassen lässt. Ist einmal die Luft raus, vertreibt ein neues Spiel im Handumdrehen die gelangweilte Atmosphäre. Für eine optimale kindliche Förderung empfiehlt sich eine Kombination unterschiedlicher Spielweisen.

Kindergeburtstag drei Jungs spielen im Garten
Bei kleinen Kindern ist die Spieldauer auf ein Zeitfenster von zwei bis drei Stunden zu beschränken. Sonst überlasten sie die neuen Sinneseindrücke schnell.

Gestalterische Spiele: Eine gestalterische und kreative Fähigkeit fördert das bildliche Vorstellungsvermögen der Kids. Manche Kinder lieben es, ihre kreative Ader mit bunten Bildern auszudrücken. Andere falten gemeinsam in der Gruppe hübsche Papierflieger. Auch das gemeinsame Rollenspiel lässt den kreativen Ideen freien Lauf. Gleichzeitig lernen die Kinder durch die komplexen Situationen, erstmals ansatzweise in der Welt der Erwachsenen zu denken.

Motorische Spiele: In motorischen Spielen lernen die kleinen Gäste, ihre Koordinationsfähigkeit und das soziale Miteinander zu stärken. Beliebte Klassiker der motorischen Spiele sind etwa Sackhüpfen, Hindernisparcours, Stepptänze oder die altbekannte Schnitzeljagd.

Typische Planungsfehler für einen Kindergeburtstag vermeiden

  • Erwachsene Gäste sollten an der Kindergeburtstagsparty nicht teilnehmen. Auch die Eltern der eingeladenen Kinder gehören nicht auf die Gästeliste.
  • Ein hektisches Auspacken der Geschenke gilt es zu vermeiden. Stattdessen lohnt es sich, das Beschenken zum eigenen Programmpunkt zu erklären – inklusive kleiner Zeremonie.
  • Es ist falsch, bei den Spielen einen oder mehrere Gäste leer ausgehen zu lassen. Alle kleinen Gäste haben einen Trostpreis verdient.
  • Möglichst alle Kinder sind bei den Spielen einzubeziehen. Sonst bilden sich kleine Grüppchen, sodass sich die Feier schlimmstenfalls schrittweise auflöst.
  • Ein großes Buffet überfordert die Besucher. Stattdessen lieber ein kleines Angebot mit nur zwei Sorten Kuchen auf den Tisch stellen.

Bildquellen:

Pixabay.com © efraimstochter (CC0 Creative Commons)

Pixabay.com ©  amyelizabethquinn (CC0 Creative Commons)

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