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LRS Diagnostik


Sobald eine Lese-Rechtschreibstörung vermutet wird, sind die ersten Ansprechpartner Fachärzte der Kinderpsychiatrie und Jugendpsychiatrie oder private Fachinstitute. Diese führen Tests und Anamnese durch, umgrenzen das Störungsbild und treffen eine Diagnose, in deren Folge eine passende Förderung entsprechend der Lese-Rechtschreibstörung vorgeschlagen wird... ▶ hier weiterlesen..

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Richtige Diagnose der Lese-Rechtschreibstörung


Sobald eine Lese-Rechtschreibstörung vermutet wird, sind die ersten Ansprechpartner Fachärzte der Kinderpsychiatrie und Jugendpsychiatrie oder private Fachinstitute. Diese führen Tests und Anamnese durch, umgrenzen das Störungsbild und treffen eine Diagnose, in deren Folge eine passende Förderung vorgeschlagen wird.

Doch es benötigt bei vielen betroffenen Kindern die gesamte Grundschulzeit, bis der Weg in Fachpraxen aufgenommen wird und eine konkrete Diagnose folgt. Dieser meist lange Weg bis zur Diagnose Legasthenie behindert die Kinder in den ersten Schuljahren. Es kommt sogar zu drastischen Maßnahmen wie Klassenwechsel oder Schulwechsel, Strafandrohung und andersweitiger Lerndruck von elterlicher Seite, Mobbing in der Klasse. Nicht zuletzt spiegeln die Noten in Fächern mit großem Schreibpensum das Problem wider und erschweren einen guten Übergang in die nächste Klassenstufe. Die schlechten Schulleistungen, die sich durch die Legasthenie ergeben, schwächen die Motivation, nehmen die Vorfreude aufs Lernen und die Kinder geraten in einen Teufelskreis aus Demotivation und Resignation. Defizitäre Folgeentwicklungen sind zu beobachten bei Aufmerksamkeit und Konzentration und beim Sozialverhalten. Die seelische Belastung ist enorm und es können psychosomatische Beschwerden auftreten wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Eine frühe Diagnose bedeutet frühe Entlastung für betroffene Kinder und eine schnelle Therapie mit unmittelbarer Hilfestellung.

Vorteile einer frühen Diagnose zur Lese-Rechtschreibstörung


Einer der sofortigen praktischen Hilfen nach der Diagnose ist die Inanspruchnahme eines Nachteilsausgleichs und des Notenschutzes. Ein Nachteilsausgleich bei LRS bedeutet einen Zeitzuschlag bei zu erbringenden schriftlichen Leistungen, eine stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen, eine Bereitstellung von Hilfsmitteln. Der Notenschutz beinhaltet, dass die Rechtschreibleistungen im Fach Deutsch, in den Fremdsprachen und in den übrigen Schulfächern zurückhaltend gewichtet oder nicht bewertet werden. Dies ermöglicht eine faire Leistungsbeurteilung und entspricht somit dem Grundsatz der schulischen Inklusion. Es geht um Chancengleichheit trotz Lese-Rechtschreibschwäche.

Diese Maßnahmen sollten immer von einer Therapie begleitet werden. Denn es kann auch eine Gefahr für die Leistungsankurbelung sein, wenn Kinder entlastet werden, ohne die wirklichen Probleme der Legasthenie anzugehen und an ihnen zu arbeiten. Auch führt ein Nachteilsausgleich zur Spannungen in der Klasse, denn er vermittelt den anderen Kindern eine scheinbare Bevorteilung des betroffenen Kindes.