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Märchen, Sagen & Fabeln


Schon seit Jahrtausenden begeistern die fantasievollen Geschichten der Märchen, Sagen und Fabeln Klein und Groß. Sie entführen die Kinder in ferne und bunte Welten, lassen sie unglaubliche Abenteuer erleben oder lehren auch gerne mal das fürchten. Dabei sind die Geschichten zugleich aber auch sehr lehrreich und regen gerne zum Nachdenken und Diskutieren an. Für mehr Informationen, bitte ▶ hier weiterlesen..

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Märchen, Sagen und Fabeln - eine Einleitung


Märchen allgemein


Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit…Diesen Satz kennt so ziemlich jeder. Es ist der Anfang einer Geschichte, die den Leser und Zuhörer gleichermaßen in eine ferne Welt lockt. Eine Welt, in der es magische Wesen, wie Hexen, sprechende Wölfe und so manche finsteren Gesellen gibt. Eine Welt, in der oftmals Kinder ystrong>die unglaublichsten Abenteuer erleben und dabei über sich selbst hinaus wachsen müssen, um den im Verlauf der Geschichte entstandenen Konflikt zu überwinden und am Ende erfolgreich zu sein.

Fabeln allgemein


Die Fabeln hingegen veranlassen die Kinder durch ihre lehrreichen, kurzen Geschichten immer wieder zum Nachdenken. Hier steht nicht die Geschichte primär im Vordergrund, sondern die Konsequenz der Handlung einzelner Figuren.

Sagen allgemein


Die Sagen erzählen demgegenüber ihre Geschichten in einem viel größeren Umfang erzählt wird. Die Geschichte steht hier klar im Vordergrund, wobei auch hier ein tieferer Sinn im Handeln der Figuren liegen kann.

Märchen


Was sind Märchen?


Die Märchen stellen von den drei Literaturformen die älteste und bekannteste dar. In ihnen liegt der Ursprung aller fantasievollen Erzählungen. Es liegt in der Natur des Menschen, erlebtes an seine Gemeinschaft oder Fremde weiterzugeben. Mithilfe von Märchen versuchten sich die Menschen unerklärliche Vorkommnisse (Blitz und Donner, Geräusche im dunklen Wald, Krankheiten etc.) auf ihre Weise erklärbar zu machen. Märchen dienten auch zur Abschreckung. Man erzählte den Kindern unheimliche Geschichten von bösen (magischen) Wesen, die z.B. im Wald lauern, um die Kinder von einer möglichen Gefährdung fernzuhalten. Auch gewonnene Lebensweisheiten konnten mithilfe der Märchen an die nachfolgenden Generationen weiter gegeben werden.

Ursprung der Märchen


Ein wichtiges Charakteristikum von Märchen ist die Tatsache, dass diese über Jahrtausende hinweg in rein mündlicher Form von Generation zu Generation weitergegeben worden sind. Dabei kam es nicht selten vor, dass sich der Inhalt der Märchen immer wieder mal verändert hat und teilweise an die gegebenen Umstände angepasst worden sind. Diese Märchen werden auch als Volksmärchen bezeichnet. Die älteste Märchenform (zu der auch die Volksmärchen gehören können) sind die sogenannten Zaubermärchen. In diesen Märchen werden der Handlung magische Wesen, Gegenstände oder Geschehnisse beigefügt. Bekannte Beispiele sind hier Aschenputtel, der Froschkönig oder Frau Holle.

Die Volksmärchen


Die heute bekannten Volksmärchen wurden über Jahrhunderte hinweg in mündlicher Tradition weitergegeben. Erst spät wurde begonnen, die Märchen niederzuschreiben und gesammelt zu veröffentlichen. Die bekannteste Märchensammlung stammt von den Gebrüdern Grimm, die auch noch bis heute in den Kindertagesstätten und Kinderzimmern äußerst beliebt sind. Doch waren sie nicht die ersten, die eine solche Sammlung angelegt haben. Die erste Sammlung stammt aus Italien und wurde von Giambattista Basile unter dem Titel Das Pentamerone schon im 17. Jh. veröffentlicht.

Die Kunstmärchen


Neben den volkstümlich entstandenen Märchen unterscheidet man zudem noch die Kunstmärchen. Hierbei handelt es sich um eigens von den Autoren gedichtete Märchen. Bekannte Vertreter der Kunstmärchen sind Wilhelm Hauff (Das Wirtshaus im Spessart), Hans Christian Andersen (Die kleine Meerjungfrau) oder Selma Lagerlöf (Nils Holgerson).

Fabeln


Im Gegensatz zu den Märchen, sind die Fabeln nicht auf volkstümliche Weise über Generationen hinweg entstanden, sondern wurden bewusst verfasst und niedergeschrieben. Die Fabeln sind in ihrer Form kurz und knapp gehalten und liegen entweder in Versform oder Prosa vor. Die kurzen Erzählungen wurden von Gelehrten geschrieben, um ihren Schülern auf anschauliche Weise philosophische und ethische Grundlagen zu vermitteln. Deswegen läuft die knappe Handlung immer auf eine mit einer Moral versehenen Pointe hinaus. Die handelnden Figuren sind in vielen Fällen Wesen aus dem Tierreich oder Fabelwesen.

Schon im 3. Jahrtausend bei den Sumerern bekannt, wird die Fabeldichtung erst in der griechischen Antike in ihrer bekannten Form entwickelt. Wichtigster Dichter ist hier Äsop, der eine Fülle von Fabeln verfasst hat, die noch heute im Schulunterricht rezitiert werden (z.B. Der Löwe und die Maus). Erst in der Neuzeit erlangte die Fabel im Anschluss an den Humanismus ihren Höhepunkt. Hier zeichnen sich Autoren, wie etwa La Motte oder La Fontaines besonders aus. Im deutschsprachigen Raum sind vor allem Lessing (Der Wolf und das Schaf) und Goethe (Reineke Fuchs) für ihre Fabeln bekannt.

Sagen


Sagen sind, ähnlich wie die Märchen auch, ursprünglich mündlich von Generation zu Generation weitergegeben worden. Anders als bei den Märchen hingegen steckt hinter dem oftmals fantastischen Charakter der Erzählungen ein reeller, historischer und politischer Hintergrund. Die Sagen sind damit nicht zeitlos, wie die Märchen, sondern lassen sich in einen historischen Kontext fassen. Beispielhaft hierfür sind die von Homer verfassten und zu den griechischen Heldensagen zählenden Werke Ilias und Die Odyssee.

Hintergrund der weitspannenden Geschichten ist der Kampf um die kleinasiatische Stadt Troja. Forscher sind sich heute einig, dass die ursprünglich als fiktiv geltende Stadt Troja tatsächlich existiert haben muss. Allerdings fand die beschriebene Schlacht vermutlich schon mehrere Jahrhunderte zuvor statt. Homer hat mit großer Wahrscheinlichkeit Erzählungen über die Schlacht aufgegriffen und diese, angereichert mit Mythologie und Heldengeschichten, nacherzählt. Neben den mythischen Sagen aus dem griechischen oder germanischen Bereich existieren weiterhin noch die Heldensagen. Hier steht eine zentrale Figur im Vordergrund, deren teils historische Taten hier ruhmvoll besungen werden.

Märchen, Sagen und Fabeln begeistern noch heute


Trotz ihres teils sehr hohen Alters, begeistern die in die zahlreichen Märchen, Fabeln und Sagen erzählten Geschichten kleine und große Leser im gleichen Maße. Denn noch heute haben die Erzählungen an Aktualität und Weisheit verloren. Auch in unserer Zeit sind die Geschichten für Kinder sehr lehrreich und regen zum Nachdenken an. Außerdem beflügeln sie die Fantasie der Kinder nachhaltig.

Daher sollten auch heute noch Kinder frühzeitig in Kontakt mit den Märchen der Brüder Grimm, den pfiffigen-pointierten Fabeln oder den abenteuerhaltigen, fantasievollen Sagengeschichten gebracht werden. Solche Geschichten eignen sich ideal zum Vorlesen oder zum Üben der Lesekompetenz. Bei SpielundLern finden Sie selbstverständlich eine Fülle von Artikeln, die sich mit diesen Themen beschäftigen.