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Bildergeschichten


Erzählungen, die aus einer Abfolge von Bildern bestehen, werden Bildergeschichten genannt. Diese gibt es mit ganz verschiedenen Themenbereichen. Sie fördern sowohl das Erkennen von zeitlichen als auch von logischen Abläufen und ermuntern Kinder dabei zum Erzählen und Sprechen. Damit leisten Bildergeschichten für Kinder einen wichtigen Beitrag zur Sprecherziehung und Sprachförderung im Kindergarten und später in der Grundschule... ▶ hier weiterlesen
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Einsatzgebiete

Bildergeschichten können vielfältige Verwendung finden. So kommen sie im Kindergarten, in der Grundschule und bei Erwachsenen zum Einsatz. Aber auch im therapeutischen Kontext lassen sich Bildergeschichten gut anwenden. Bei der Aphasie dienen sie dazu, das selbstständige Erzählen anzuregen. Dabei eignet sich als Bildergeschichte thematisch alles, was den Aphasiker interessiert. Es wird sowohl die selbstständige mündliche als auch schriftliche Produktion des Erzählens angeregt. Mit Hilfe von Bildergeschichten können beispielsweise Menschen mit Autismus üben, Gefahrensituationen zu erkennen. In der Therapie wird dies meist solange geübt bis eine möglichst sichere Generalisierung im Alltag gegeben ist.

Hat ein Kind eine Sprachentwicklungsstörung, wie beispielsweise Dysgrammatismus, gilt es zunächst festzustellen, ob die Störung behandlungsbedürftig ist. Häufig werden Sprachtherapien von Logopäden durchgeführt. Mit Hilfe der Bildergeschichten wird das Kind zum Erzählen und Sprechen angeregt. Anhand der dann erkennbaren grammatikalischen Auffälligkeiten erkennt der Therapeut, ob diese Sprachstörung behandelt werden sollte. Da Sprachtherapien auch von Atem-, Stimm- und Sprechlehrern und Sprachheilpädagogen durchgeführt werden können, gibt es bei diesen unterschiedlichen Berufsgruppen auch verschiedene Behandlungsansätze. Der Logopäde setzt meist Bildergeschichten und Rollenspiele ein.

Übungen und Lernziele


Mit Bildergeschichten können vielfältige Übungen durchgeführt werden. Bildergeschichten für Kinder können bereits im Kindergarten eingesetzt werden. In der Schule lassen sie sich im muttersprachlichen Unterricht ebenso wie im fremdsprachlichen Unterricht gut einsetzen, da die Inhalte und Aussagen der Bildergeschichten in anderen Sprachen und Kulturen meist gleichermaßen verständlich sind.

Allgemein wird bei der Bildergeschichte ein Element oder Ereignis der Geschichte in die Bildsprache transferiert. Diese zu erfassen ist nun Aufgabe des Betrachters. Der Betrachter muss dabei genau hinsehen, um so zwischen den einzelnen Bildern Zusammenhänge herstellen zu können. Dabei werden auch einzelne Details wie Gestik, Mimik oder Körperhaltung der einzelnen Figuren in der Bildergeschichte erfasst.


  • Richtige Bilderreihenfolge


    Das Kind muss die verschiedenen Bilder der Geschichte in die richtige Reihenfolge bringen und
    beschreibt dabei, was auf den Bildern passiert
    Lernziel: Verstehen der Handlung

  • Eine Geschichte vervollständigen


    Wenn ein Bild verdeckt wird, muss die Geschichte durch seine Fantasie vervollständigen. Dabei
    kann eine andere als die ursprüngliche Geschichte entstehen.
    Lernziel: Anregung von Fantasie und Kreativität

  • Perspektive wechseln


    Das Kind soll die Geschichte aus der Perspektive einer der Figuren der Bildergeschichte erzählen.
    Lernziel: Hineinversetzen in andere

  • Verschiedene Zeitformen


    Die Geschichte kann sowohl in der Vergangenheitsform, als auch in der Zukunft erzählt werden.
    Lernziel: richtige grammatikalische Verwendung der Zeiten

  • Geschichte für einen Brieffreund


    Die Geschichte kann als eigenes Erlebnis in Form eines Briefes an einen Freund geschrieben werden.
    Lernziel: Verschiedene Schreibformen kennenlernen

  • Ereignisse als Bericht


    Die Geschichte soll als Bericht wiedergegeben werden.
    Lernziel: Unterscheidung gefühlsmäßiger und sachlicher Beschreibung

  • Erweiterungen durch Arbeitsblätter


    Durch Arbeitsblätter lassen sich die Aufgaben der Bildergeschichten erweitern. Dabei kann es
    unterschiedlich schwere Zusatzaufgaben geben.


Bildergeschichten dienen damit:

  • Der Förderung von Wahrnehmungskompetenz und Sprachvermögen

  • Als Anregung für verschiedene Sprech- und Schreibanlässe

  • der Gewaltprävention (wie unsere Bilderbox Gewalt? Halt!) und zum sozialem Lernen

  • der Auseinandersetzung mit Konfliktsituationen

  • der Verbesserung der Artikulation

  • dem Erlernen des Umgangs mit Gewissenskonflikten, z.B. unsere Problems Bilderbox

  • als Therapiematerial für die Arbeit mit Kindern und Erwachsenen

  • der Aktivierung und Biografiearbeit bei Menschen mit Demenz, z.b. unsere Bilderkarten Daran erinnere ich mich gern

  • der Therapie bei verschiedenen Störungsbildern z.b. Dysgrammatismus, Autismus, Aphasie

  • dem Raumlagebewusstsein, wie bei dem Lernspiel der Topologie 1


Sie beinhalten verschiedene Themen sowie Situationsbilder oder Handlungsabläufe für Erwachsene und Handlungssequenzen. Therapeutische Ziele sind die Reaktivierung von Handlungswissen, die Verbesserung der Handlungsplanung und die Verbesserung der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten.

Abgrenzung zu Bildkarten Gefühle & Emotionen


Bei den Bildkarten der Gefühle und Emotionen geht es in erster Linie um die Gefühle, sowohl die eigenen als auch die von anderen, diese zunächst einmal richtig zu deuten und der richtige Umgang mit Ihnen. Dies dient der Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung.
Im Gegensatz dazu bestehen die Bildergeschichten aus einer Reihe von Bildern, die zusammen eine Handlung bzw. Geschichte ergeben und in erster Linie der Entwicklung und Förderung der Sprache und des Sprechens dienlich sind. Beide können sich sehr wohl ergänzen, denn Gefühle spielen sehr wohl auch bei zum Beispiel der Gewaltprävention eine Rolle oder bei Gewissenskonflikten.

Hilfsmittel Setzleisten


Die Setzleisten können als Hilfsmittel bei der Arbeit mit den Bildergeschichten verwendet werden, beispielsweise wenn die Bilder der Geschichte in die Richtige Reihenfolge zu bringen sind. Diese können natürlich auch für andere Bildkarten Verwendung finden. Die Karten können übersichtlich aufgestellt werden, so dass die Bildfolge und die Abläufe von Geschichten klar dargestellt und einfach nachvollziehbar sind. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und können als Hilfsmittel bei feinmotorischen Defiziten gut eingesetzt werden.