Gemeinschaftsspiele fördern die kindliche Entwicklung

Gemeinschaftsspiele mit Kindern

Die Hauptbeschäftigung von Kindern ist das Spiel. Besonders im Kindergarten, an Geburtstagen und in der Schule sind Spiele sehr gefragt. Dabei tragen Gemeinschaftsspiele zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls bei. Sie helfen Freundschaften zu schließen und bringen zudem viel Spaß mit sich.

Im Spiel lernen Kinder viel und gehen dabei auf Entdeckungstour. Diese Art des Lernens erweckt ihre Neugier, Lernfreude sowie ihre Motivation zu Lernen. Sie lernen sich, ihre Umwelt und unterschiedliche Ereignisse zu verstehen. Einfache Gemeinschafts- und Gruppenspiele ermöglichen es ihnen, sich zwanglos und unbeschwert mit der Welt um sie herum vertraut zu machen.

Ab ungefähr einem Alter von drei bis vier Jahren sind Kinder in der Lage, den Sinn von Gruppenspielen zu verstehen. Deshalb können sie mit Kleinkindern und älteren Kindern gespielt werden. An Materialien wird kaum etwas benötigt, die meisten Gemeinschaftsspiele lassen sich sowohl drinnen als auch draußen spielen. Neben der spielerischen Beschäftigung stehen Spaß und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Mittelpunkt. Um im Bedarfsfall einzugreifen, sollten Gemeinschaftsspiele immer unter Aufsicht stattfinden.

Gemeinschaftsspiele in Spielgruppen

Häufig sammeln Kinder in Spielgruppen ihre ersten Erfahrungen. Meist sind diese privat organisiert mit ein oder zwei Treffen pro Woche. Zwei Stunden reichen dabei völlig aus. Im Gemeinschaftsspiel entwickeln sie verschiedene Kompetenzen. Daneben bieten Familienzentren sowie Gemeinden und Kirchen Räume für solche Spielgruppen an. Im Vorfeld sollten sich passende Gruppen- und Gemeinschaftsspiele überlegt werden. Neben privat organisierten Spielgruppen sind in Städten ebenso öffentliche Spielgruppen zu finden.

Spielgruppen ermöglichen Kindern den Kontakt mit anderen aufzunehmen. Für Einzelkinder oder Erstgeborene ist dies bedeutsam. Die Kinder können mit anderen Spielsachen als zu Hause spielen. Sie interagieren mit Gleichaltrigen. Sie üben soziales Verhalten und bauen Beziehungen zueinander auf.

Im Kindergarten wird viel gespielt

Kurze Kennenlernspiele sind im Kindergarten üblich. So können alle sich besser kennenlernen. Gleichzeitig wirken diese Gemeinschaftsspiel Mobbing und Ausgrenzung entgegen. Die Kinder entdecken Gemeinsamkeiten zwischen sich und anderen. Der Vorteil: niemand kann gewinnen oder verlieren. Zu den Klassikern gehören: „Mein rechter Platz ist leer“, „Häschen in der Grube“ oder „Ich bin ein dicker Tanzbär“. Das Spiel „Meine Hände sind verschwunden“ eignet sich auch für kleinere Kinder. Neben den üblichen Kennenlernspielen gehören auch Kreisspiele, Bewegungsspiele, Spiellieder und Mitmachgeschichten zu den Gemeinschaftsspielen.

Gemeinschaftsspiele sind pädagogisch wertvoll

Sie unterstützen die sozialen Kompetenzen wie Empathie und Kooperation. Daneben werden noch weitere Fähigkeiten unterstützt. Beispielsweise die Wahrnehmung, die Motorik und die Geschicklichkeit. Die meisten Kompetenzen werden eher „nebenbei“ gefördert. Denn das Hauptaugenmerk liegt auf dem gemeinsamen Spaß und Erleben des Spiels. Je nach Spiel kann zudem überschüssige Energie abgebaut werden. Gemeinschaftsspiele helfen, soziale Beziehungen aufzubauen, Emotionen zu verarbeiten und etwas kurz vorher Gelerntes besser zu behalten. Die Spiele helfen:

  • Gedächtnis, Wahrnehmung, Geschicklichkeit zu verbessern
  • Unterschiedliche Gefühle wahrzunehmen
  • Durch Kompetenzerweiterung das Selbstvertrauen zu stärken
  • Freundschaften schließen, Gemeinschaft erleben
  • In andere hineinzuversetzen
  • Verhaltensfeedback
  • Übernahme von Verantwortung für sich und andere
  • Zusammenhalt und das Miteinander zu stärken
  • Regeln einzuhalten
  • Erfolg und Misserfolg zu erleben
  • Konflikte austragen und lösen
  • Kooperation
  • Andere einschätzen lernen
  • Konzentration zu fördern

Je nach Spiel lernen die Kinder auch speziell in diesem Spiel vorkommende Dinge. Ein Beispiel dafür ist das Spiel „Berufe raten“. Dabei müssen die Kinder kreativ sein und ein wenig schauspielerisches Talent zeigen. In diesem Spiel lernen sie ihnen unbekannte Berufe kennen. Erfolgserlebnisse im Spiel erhöhen die Motivation und damit verbunden auch das Selbstbewusstsein. Andererseits erlernen die Kinder bei Niederlagen auch einmal verlieren zu können. Die Förderung der Konzentration wirkt sich positiv auf die schulischen Fertigkeiten aus. Für ein Fair Play ist die Einhaltung der Regeln erforderlich.

In gleicher Weise bei Familien-Spiele-Nachmittag beliebt

Gemeinschaftsspiele sind nicht nur für kleine Kinder etwas. Genauso spielen vor allem Grundschüler gern zusammen. Wenn es besonders frostig oder regnerisch ist und sie nicht nach draußen können, sind diese Spiele in der Pause unterhaltsam. Werden sie öfter mit der Familie gespielt stärken sie den Familienzusammenhalt. Zudem lassen sie gemeinsame Erlebnisse entstehen.

Für Familien empfehlen sich regelmäßige Spielenachmittage. Sie unterstützen die Kommunikation und das Wir-Gefühl. Schnell werden sie zu einem gern gesehenen Ritual. Mit ihnen verbinden viele schöne Kindheitserinnerungen. Darüber hinaus ermöglichen sie den Bezug zu älteren Kindern und Jugendlichen.

Bei kleineren Kindern (3 bis 8 Jahre)
Kinder und Erwachsene (ab 8 Jahre)
Motorik, Koordination, Geschicklichkeit
Geduld, Toleranz
Zuordnung von Formen und Farben
SprachverständnisGedächtnis, Merkfähigkeit
Regeln einhalten
Umgang mit Erfolg und Misserfolg
Kreativität
Mitspieler einschätzen
Vorausschauendes Denken
Logisches Denken
Konsequentes Handeln
Assoziationsvermögen
Unterschiedliche Fähigkeiten werden mit Gemeinschaftsspielen gefördert.

Kommunikation und Interaktion sind bei allen Spielen gefordert

Gemeinschaftsspiele sind eine gute Möglichkeit, um miteinander in Kontakt zu treten. Barrieren zwischen Generationen unterschiedlichen Alters werden abgebaut. So sind sie selbst für Großeltern und Enkelkinder ein beliebter Zeitvertreib. Im Spiel sammeln die Kinder alltagstaugliche Erfahrungen. Sie lernen und üben zeitgleich soziale Interaktionen. Durch den Spaß, den die Kinder dabei haben, geschieht das Lernen wie von selbst. Es erfolgt nebenbei und nachhaltig.

In fast allen Spielen wird gezählt, gerechnet und gesprochen. Allein durch die Kommunikation vergrößert sich der Wortschatz, die Aussprache wird verbessert und die Kleinen lernen einander zuzuhören und miteinander zu reden. Auch die Regeln sind wichtig. Es erfordert Geduld zu warten, bis man an der Reihe ist. Sie zu lernen und einzuhalten unterstützt die Konzentration und Disziplin. Daneben darf man sich nicht ablenken lassen. Während es bei Brettspielen oft ums Gewinnen oder Verlieren geht, dienen Teamspiele der Kooperation und dem Zusammenspiel.

Über die Wahl eines geeigneten Gemeinschaftsspiels

Die Wahl des Spiels richtet sich in erster Linie nach dem Alter des  Kindes. Es muss in der Lage sein, die Regeln zu verstehen. Der Spielablauf sollte einfach und klar sein. Je älter die Mitspieler sind, umso komplexere Spiele können gewählt werden. Gut wenn das Spiel noch Raum für eigene Variationen lässt. Dann bleibt es länger spannend und abwechslungsreich. Die Interessen der Mitspieler beeinflusst ebenfalls die Spielwahl. Es geht vor allem um den Spaß.

Spielen Kinder unterschiedlichen Alters zusammen, ist es eine Herausforderung das richtige Spiel für alle zu finden. In Gemeinschaftsspielen lernen Kinder unterschiedliche Verhaltensweisen kennen und probieren sie im Rollenspiel aus. Das Verhalten der anderen Mitspieler dient dabei als Vorbildfunktion. Sie erleben unterschiedliche Emotionen. Dabei lernen die Kinder mit ihnen umzugehen.

Gemeinschaftsspiele erfordern von ihren Spielern Kommunikation und Interaktion miteinander. Der Zusammenhalt wird verbessert und das Gemeinschaftsgefühl steigt. Regelmäßig gespielt erzeugen sie ein Gefühl von Geborgenheit. Nicht nur für Kinder sind Gemeinschaftsspiele nützlich. Sie trainieren auch Omas und Opas Gedächtnis.

Die Spieldauer hängt von der Konzentrationsfähigkeit ab

Gemeinschaftsspiele haben in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Sie werden häufig zum Zeitvertreib verwendet. Dabei lernen Kinder manches, was sie in der Schule und im Leben nutzen können. Im Fachhandel wird ein breites Spektrum verschiedenster Spiele angeboten. Bei den Teamspielen sind alle Spieler in einem Team. Häufig muss eine bestimmte Aufgabe erfüllt werden, damit dann ein bestimmtes Ereignis eintritt. Bei diesen Spielen gewinnen oder verlieren alle gemeinsam.

Neben gekauften Spielen gibt es auch andere Gemeinschaftsspiele, wie beispielsweise eine Schnitzeljagd. Im Grunde lassen sich überall Spiele finden, die zusammen gespielt werden können. Dazu kann der Garten, die Terrasse oder Wald und Park mit einbezogen werden. Es sollte dabei beachtet werden, dass besonders kleinere Kinder sich nur kurzzeitig konzentrieren können. Deshalb sollte ohne Druck nur solange gespielt werden, wie die Kinder auch Spaß daran haben. Mit zunehmenden Alter werden die Konzentrationsphasen auch länger. Auch die Regeln einzuhalten müssen die Kinder erst lernen. Die Spiele lassen sich jederzeit wieder fortsetzen.

Gemeinschaftsspiele tragen zum spielerischen Lernen bei

Im Handel gibt es Brett-, Karten- und Würfelspiele als Gesellschaftsspiele. Die Kinder sind häufig so sehr in das Spiel vertieft, dass sie gar nicht bemerken, dass sie sich dabei auch einiges an Wissen aneignen. Viele Spiele sind auf bestimmte Bereiche oder Themen bezogen. Die Kinder setzen sich im Spiel mit ihnen auseinander. Auf diese Weise wird Lernstress vermieden. Außerdem lernen sie, nicht gleich aufzugeben.

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Für Gemeinschaftsspiele im Freien eignen sich sowohl die Schnitzeljagd als auch Geocoaching besonders gut. Insbesondere an warmen, sonnigen Tagen. Die Vielfalt der Spiele ist grenzenlos. Gemeinschaftsspiele sind bei Kindergeburtstagen sehr gefragt. In der Schule tragen sie zur Stärkung des Klassenzusammenhalts bei. Und dienen nebenbei als kleine Auflockerung für zwischendurch.

Bei Brettspielen sind oftmals Fähigkeiten wie Vergleichen, Schätzen, Logik, Kategorisieren, sowie Lesen und Leseverständnis gefragt. Sind die Kinder in einem Bereich noch nicht so gut, kann das Spiel dazu führen, dass sie besser werden wollen. Durch Ehrgeiz und Wettbewerb kann ihre Motivation steigen, die eigene Leistung zu verbessern

Gemeinschaftsspiele gibt es nicht nur für Kinder. Bei Erwachsenen haben sie oftmals die Aufgabe, den Teamgeist zu stärken.

Bildquellen

  • pixabay.com @ Silke Heisterkamp
  • pixabay @ Iris Hamelmann
  • unsplash @ Thomas Buchholz
  • unsplash.com @ Ben Wicks

Quellen

  • https://www.vaterfreuden.de/vaterschaft/erziehungsfragen/brettspiele-%E2%80%93-wie-profitieren-kinder-davon
  • https://www.familienhandbuch.de/medien/games/KlassischeFamilienspiele.php
  • https://www.spieleverlage.com/weiteres-rekordjahr-fuer-die-spieleverlage/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Spiel

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