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Entwicklungstests


Entwicklungstests werden zu den speziellen Leistungstests gezählt. Sie erfassen entwicklungsbedingte Fähigkeiten. Darüber hinaus sind sie ein wesentlicher Bestandteil im Rahmen einer Entwicklungsdiagnostik. ... ▶ zum Ratgeber Entwicklungstests

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Entwicklungstests zur Erfassung des aktuellen Entwicklungsstands und Entwicklungsverläufe


Bei einer Entwicklungsdiagnostik geht es um die Erfassung und Beschreibung des aktuellen Entwicklungsstands. Darauf basierend wird eine Prognose für zukünftige Entwicklung gestellt. Zudem lassen sich bei Bedarf Entwicklungsinterventionen auf dieser Grundlage planen und evaluieren.

Es gibt allgemeine Entwicklungstests und spezielle Entwicklungstests. Bei den allgemeinen Tests soll die Entwicklung des Gesamtverhaltens abgebildet werden. Demgegenüber befassen sich die speziellen Tests mit einzelnen Kompetenzbereichen. Zudem gibt es mehrdimensionale Entwicklungstests. Die testtheoretische Qualität entspricht den gleichen Gütekriterien, wie sie auch für andere Leistungstests gelten.

Zudem enthalten die überwiegende Mehrheit der Tests entsprechende Altersnormen. Mit deren Hilfe kann eine Einschätzung gegeben werden, ob die Entwicklung altersentsprechend, verzögert oder fortgeschritten ist.

Bei uns im Shop finden Sie Entwicklungstests zu folgenden Bereichen:

  • Allgemein
  • Sprache
  • Wahrnehmung
  • Motorik Hand Dominanz
  • Motorik

Doch nicht nur der aktuelle Stand einer Entwicklung wird erfasst. Es lassen sich ebenso Entwicklungsverläufe ermitteln. Dies geschieht über die wiederholte Erfassung von Entwicklungszuständen. Durch die Auswertung des Verlaufs kann eine Kontrolle und Überprüfung von Fördermaßnahmen vorgenommen werden. Das erstellte Entwicklungsprofil zeigt den differenzierten Stand in dem getesteten Entwicklungsbereich.

Entwicklungstests und ihre Testarten


Der Entwicklungstest ist ein diagnostisches Testverfahren. Sein Hauptanwendungsbereich ist in der Pädagogik und der Psychologie. Mit seiner Hilfe lassen sich qualitative sowie quantitative Äußerung zum Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen machen. Zudem weisen sie eine Ein- oder Mehrdimensionalität auf. Ein typisches Anwendungsfeld besteht bei der Feststellung der Einschulungsreife in Form eines Entwicklungsscreenings.Entwicklungstests lassen sich in Screeningverfahren, in allgemeine Tests und spezifische Tests unterteilen. Screeningverfahren sind Kurztestverfahren. Sie sind also zeitsparend und systematisch und lassen eine erste Orientierung in auffällig bzw. unauffällig zu. Bestätigt sich ein Verdacht eines Entwicklungsproblems so ist im Anschluss mittels Differenzialdiagnostik die tatsächliche Entwicklungsabweichung festzustellen.

Dagegen erfassen allgemeine Entwicklungstests ein umfassenderes Bild der Entwicklung. Sie ermöglichen eine genauere Bestimmung der Symptome. Demgegenüber stehen die spezifischen Tests. Diese haben den Fokus ein bestimmtes Merkmal. Einige konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche in Vorläuferfertigkeiten. Somit lassen sich Aussagen über die ausgewählten Bereiche treffen. Verfahren zur Erfassung von Fremdeinschätzungen können zusätzlich von Bedeutung sein und miteinbezogen werden.

Entwicklungstests sind standardisierte Testverfahren. Das heißt, sie sind objektiv und liefern zudem zuverlässige Ergebnisse. Mit ihnen lassen sich gezielt Aussagen über mögliche Defizite in der Entwicklung, Verhaltensauffälligkeiten ebenso wie Sprachentwicklungsstörungen oder Aussprachestörungen treffen. Neben den Testinstrumenten stehen auch Screeningverfahren und Elternfragebögen zur Einschätzung von Auffälligkeiten in der Entwicklung, den sensorischen Verarbeitungsprozessen und von Lern- oder Verhaltensproblemen zur Verfügung.

Das Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten – oder kurz: das DESK 3-6 R ist ein Screeningverfahren zur Überprüfung der motorischen, sprachlichen, sozial-emotionalen und kognitiven Kompetenzen für Kindergarten-Kinder.

Entwicklungstests für unterschiedliche diagnostische Zielsetzungen


Bei einer umfassenden Entwicklungsdiagnostik werden häufig auch Merkmale aus dem biopsychosozialen Kontext berücksichtigt. Beispielsweise gehören dazu biologische Risikomerkmale, Verhaltens- und Temperamentsmerkmale, familiäre und häusliche Merkmale und das weitere soziale Umfeld. Früher ging es um die Identifikation von Risikokindern vor der Einschulung. Heutzutage hat sich dies geändert. Entwicklungsprobleme sollen bereits im Säuglings- und Kleinkindalter bereits erkannt werden, um frühzeitige Interventionen einleiten zu können und Entwicklungsproblemen entgegenzuwirken.

Entwicklungstests enthalten zum Großteil leichte Testaufgaben, so dass Defizite besser aufgezeigt werden. Entwicklungstests gibt es als Stufenleiterverfahren, als Testbatterie oder als Inventare.

Stufenleiterverfahren orientieren sich an Reifungsmodellen. So sind die unterschiedlichen Testaufgaben entsprechend dem Alter sortiert. Etwa die Hälfte der Kinder einer Referenzstichprobe lösten die Aufgabe. Die Einstiegsaufgabe hat ein leicht unterforderndes Niveau. Der Abbruch des Tests erfolgt, sobald die schwerer werdenden Aufgaben nicht mehr von der Testperson gelöst werden können. Bei diesen Verfahren werden Entwicklungssequenzen meist gut abgebildet. Zudem zeichnen sie sich durch ihre Übersichtlichkeit aus. Sie sind in der pädiatrischen Praxis weit verbreitet.

Die Testbatterien enthalten separate Untertests. Somit werden die einzelnen Testleistungen isoliert nach dem Kompetenzbereich erfasst. Die Testaufgaben sind gleichartig, jedoch nach ihrer Schwierigkeit geordnet. Somit lässt sich die Leistungsgrenze ermitteln. Testbatterien kommen bei kinderpsychologischen Fragestellungen zum Einsatz.

Inventare bilden vielfältige qualitative Aspekte ab. Der Test wird komplett durchgeführt. Sie kennzeichnen die Variabilität von Entwicklungsverläufen. Inventare gehören zur allgemeinen Entwicklungsdiagnostik. Ihr Hauptanwendungsbereich erstreckt sich über verschiedene Disziplinen. Dazu gehören die Heil- und Sonderpädagogik, die Ergotherapie oder die Sprachpädagogik.

Bei den modernen Entwicklungstests ermöglicht die Erstellung eines Entwicklungsprofils die differenzierte Gegenüberstellung sowohl von Defiziten als auch Ressourcen der verschiedenen Bereiche. Zudem kann die Ausprägung der Schwankung im Entwicklungstempo anschaulich dargestellt und einfach kommuniziert werden. Entwicklungsrückstände oder Entwicklungsvorsprünge werden mittels eins Entwicklungsalters angegeben.

Die Standardwerte sind der Entwicklungsquotient (EQ), T-Werte und C-Werte. Die Werteverteilung orientiert sich an einer Normstichprobe. Dabei werden statistische Zusammenhänge bei den Verteilungen beachtet. Somit gelingen eine präzise psychometrische Beschreibung und eine objektive Interpretation der Testwerte. Standardwerte werden eindeutigen Beurteilungskriterien zugeordnet.

Auswahl des passenden Testmaterials


Da kleine Kinder kaum in der Lage sind ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren, müssen sie dementsprechend motiviert werden. Daher sind Entwicklungstests bestrebt, die Durchführung spielerisch zu gestalten. Dies hängt immer auch von der jeweiligen Testform ab. Es empfiehlt sich den Test in einem möglichst reizarmen Raum durchzuführen, um eventuelle Ablenkungen zu vermeiden.

Bei der Auswahl des entsprechenden Entwicklungstests sind einige Vorüberlegungen zu treffen. Dabei ist zunächst einmal die zur Verfügung stehende Zeit zu berücksichtigen. Des Weiteren müssen Sie überlegen, ob ein Screening unabdingbar ist oder ob eine differenzierte Diagnostik möglich ist. Weitere Gesichtspunkte sind:

  • Welche Entwicklungsbereiche sollen insbesondere betrachtet werden?
  • Liegt der Fokus auf Defizite oder auch auf Ressourcen?
  • Kann der Test in verschiedenen Bereichen ausreichend differenzieren?
  • Sind aktuelle Normen vorhanden?
  • Ist die Testdurchführung kindgerecht?

Wird der Entwicklungsstand diagnostisch erhoben, so lassen sich Defizite, Ressourcen und Abweichungen im Verlauf veranschaulichen. Die Folgen von Abweichungen sind vielfältig. Sie wirken sich auf soziale ebenso wie auf schulische Bereiche aus. Beispielsweise fällt es Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen schwer in Kontakt mit Gleichaltrigen zu treten. Dadurch können sie wichtige Erfahrungen im sozial-emotionalen Bereich nicht machen. Aus diesem Grund kommt dem frühzeitigen Erkennen von Entwicklungsstörungen eine wichtige Rolle zu. Deshalb gehören Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Tests zur Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen


Sind Merkmale der Persönlichkeit für das Ziel der Untersuchung oder der diagnostischen Entscheidungsfindung miteinzubeziehen, dann finden hier passende Persönlichkeitstests. Häufig ist dies auf dem Gebiet der klinischen Psychologie der Fall.