Ein Vogelhaus selbst bauen. Mit Kindern? Umso besser!

Es verwundert nicht, dass viele Menschen ein Herz für Singvögel haben. Die kleinen, putzigen Tiere sind hübsch, manchmal sogar farbenprächtig, und mit ihrem Gesang verbinden wir Natur, Frühling, Wärme, Entspannung und das Leben selbst. In einem Wald ohne Vogelgezwitscher fehlt etwas. Die Stille war für unsere Vorfahren ein Warnsignal, reger Gesang hingegen ein ziemlich zuverlässiges Anzeichen, dass sich weder menschliche noch tierische Angreifer näherten. Außerdem deutet die Anwesenheit vieler Vogelarten auf ein vielseitiges und relativ intaktes Ökosystem hin. Der Urmensch verband mit Vogelgezwitscher also eine freundliche Umwelt. So gesehen ist es doch einleuchtend, dass Vogelgesang uns beim Entspannen hilft.

Könnte die Sympathie für Singvögel, die uns auf den Gedanken bringt, ein Vogelhaus zu bauen, also sogar in unseren Genen liegen? Interessanter Gedanke, aber für viele Menschen dürfte einfach nur zählen, dass sie sich an den kleinen Kreaturen erfreuen. Allein das ist doch Grund genug. Wenn wir das Vogelhaus selbst bauen, statt es im Baumarkt zu kaufen, kann das den Wohlfühleffekt noch verstärken. Und wenn man mit Kindern zusammen ein spannendes Projekt daraus macht, wird fast ein kleines Abenteuer daraus. Und ein schönes familiäres Gemeinschaftserlebnis. Lernen lässt sich dabei auch eine Menge. Das gilt vor allem für die Kinder – aber nicht nur für sie.

Futterhäuschen oder Nistkasten?

Wer ein Vogelhaus selbst bauen möchte, sollte sich im ersten Schritt klarmachen, worauf das abzielen soll: Will man eine Futterstelle oder ein Nistkasten bauen? Um den Vogelreichtum im Garten zu erhöhen, wäre beides sinnvoll. Nistkästen würden mindestens die Brutmöglichkeiten für bereits vorhandene Arten verbessern und somit für mehr Individuen sorgen, können aber zudem auch seltene Arten anlocken. Futterhäuschen hingegen helfen in der Hauptsache den bereits im Garten vorhandenen Spezies dabei, besser über die Runden zu kommen. Am besten wäre die Kombination aus beidem. Wenn sich zeigt, wie viel es Spaß macht, ein Vogelhaus selbst zu bauen, können ja noch weitere folgen. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an Ideen, die man ausprobieren kann. Für den Anfang jedoch braucht es diese Entscheidung: Futterhäuschen oder Nistkasten?

Nistkästen werden von vielen Vogelarten genutzt. Hier von Blaumeisen.

Ein Vogelhaus selbst bauen … falls möglich, unbedingt mit Kindern

Gegen Ende des Textes sind Ratschläge für den konkreten Bau eines Vogelhauses aufgeführt. Aber genauso, wie zuerst eine Entscheidung über Nistkasten oder Futterhäuschen nötig ist, gibt es noch andere wichtige Dinge, die im Vorfeld bedacht werden müssen. Falls Sie Kinder in geeignetem Alter haben, sollten Sie die Chance ergreifen und sie miteinbeziehen. Wenn diese auch schon bei der Planung dabei sind, lernen sie am meisten. Außerdem wird es auf diese Weise wirklich zu ihrem eigenen Projekt, im Gegensatz zu einer Aktion, bei der sie nur irgendwie mitlaufen.

Kinder für den Vogelhausbau begeistern

Im ersten Schritt muss den Kleinen (eventuell sogar Jugendlichen?) so ein Vogelhausbau natürlich schmackhaft gemacht werden. Das ist womöglich gar nicht so schwer. Viele Kinder sind schnell für Dinge zu vereinnahmen, die mit Tieren zu tun haben. Wenn sie ein Vogelhaus selbst bauen, stellt dies ihnen in Aussicht, dass sie anschließend besonders gut Vögel beobachten können. Das mag für sich genommen vielleicht noch nicht reichen, um Begeisterungsstürme auszulösen. Macht nichts. Oft genug kommen Spaß und Interesse beim Machen. Für viele Kinder wird es spannender, sobald sie mehr über Vögel wissen. Dann kann es plötzlich aufregend sein, einen Zaunkönig zu sehen – der bislang immer nur irgendein kleiner brauner Vogel gewesen war. Wenn Kinder sich erst auskennen, welche Vögel man selten zu Gesicht bekommt, halten sie nach diesen Ausschau und fühlen sich belohnt, wenn sie sie zu Gesicht bekommen.

Ein Gimpel oder auch Dompfaff: gar nicht mal so selten, aber immer ein besonderer Anblick

Der Bau eines Vogelhauses ist für Kinder äußerst lehrreich

Der Bau eines Vogelhauses ist eine famose Gelegenheit, Kindern ganz viel beizubringen, ohne dass sie das als mühsam empfinden. Ein Garten kann ja ein artenreiches Ökosystem sein, und darüber gibt es viel zu erfahren: Was sind das für Beziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten, die in einem Ökosystem herrschen? Was für Bedingungen müssen für Artenreichtum erfüllt sein? Warum gibt es für Tiere nicht mehr so viele Rückzugsräume? Wenn die Kinder dann (vermutlich mit einiger Hilfe) so ein Vogelhaus selbst bauen, lernen sie das Handwerken kennen und erfahren etwas über Materialien, Holzbehandlung (warum? Was macht denn die Witterung? Und wo kommt die her?), Statik und Stabilität, sowie über Werkzeuge und ihren Gebrauch.

Auch die Planung kann sehr lehrreich sein. Im Voraus muss ja gründlich nachgedacht werden: Was brauchen wir? Was müssen wir bedenken? Was kommen da für Herausforderungen auf uns zu? Was wissen wir schon, was müssen wir noch in Erfahrung bringen? Kinder können zunächst alles aussprechen, was ihnen einfällt. Dann muss ausgesiebt werden, bis die nützlichen Gedanken übrig bleiben. Anschließend geht es weiter: Wie informiert man sich über die Dinge, die noch unklar sind? Wie geht das im Internet? Und gibt es vielleicht auch noch richtige Menschen aus Fleisch und Blut, an die man sich mit Fragen wenden kann? Wenn schließlich alle Informationen gesammelt sind: Wie bereitet man sich dann richtig vor, damit es losgehen kann?

Ein Vogelhaus selbst zu bauen, ist also einerseits ein so umfangreiches Projekt, dass Kinder dabei enorm vieles lernen können. Und zwar Dinge, die ihnen fürs Leben auch tatsächlich etwas bringen. Andererseits geht es am Ende eben nur um ein Vogelhäuschen. Die Verantwortung hält sich also in Grenzen, und so wahnsinnig schwer ist das Handwerken auch nicht. Ein Vogelhaus selbst bauen ist also ein ideales Lernprojekt für Kinder.

Jetzt wird es konkret – wie baut man so ein Vogelhaus?

Futterhäuschen

Auch Eichhörnchen können sich von einem Vogelfutterhäuschen angezogen fühlen.

Ein Vogelhaus, das als Futterstelle fungieren soll, benötigt ein Dach, damit das Futter möglichst trocken bleibt. Das trägt dazu bei, dass sich keine Krankheitskeime ausbreiten und sich kein Schimmel bildet. Außerdem bleibt das Futter für die Tiere appetitlicher und bekömmlicher. Zum selben Zweck sollte das Vogelhaus auch luftig sein, am besten also nach allen Seiten offen. Das Dach braucht einen nicht zu flachen Giebel, damit Regenwasser ablaufen, beziehungsweise sich nicht zu viel Schnee darauf sammeln kann. Daraus ergibt sich fast schon von alleine ein Entwurf: Eine Plattform und ein Dach, das stabil darauf angebracht ist. Für die Verbindung dieser beiden Hauptkomponenten eignen sich Holzstangen oder Kanthölzer, die wie Säulen fungieren, entweder eine sehr kräftige in der Mitte oder mehrere, die eher an den Rändern, am ehesten den Ecken, platziert sind. Damit das Futter nicht von der Plattform geweht wird, empfiehlt es sich, an den Seiten jeweils eine nach oben leicht überstehende Leiste anzubringen. Im Groben ist es das schon, das Futterhäuschen. Allerdings gilt es dann immer noch, einige wichtige Details zu beachten, und in denen steckt ja manchmal die Tücke. Manches ist aber auch ganz einfach: Das Dach sollte regendicht sein und das Material – in den meisten Fällen Holz – der Witterung standhalten. Holz sollte also entsprechend behandelt werden, am besten natürlich mit einem umweltverträglichen Mittel. Weil Vogelhäuser ja nicht jahrzehntealt werden müssen, reicht es eigentlich schon, die Holzteile mit Leinöl zu bestreichen. Des weiteren müssen spitze Winkel und herausstehende Nägel und Schrauben vermieden werden.

Nistkasten

Ein Kleiber ist einer der selteneren Vögel im Garten und verfährt nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“.

Viele Singvögel nehmen das Angebot von Nistkästen gerne an oder sind sogar darauf angewiesen, weil sich ihnen ansonsten immer weniger Nistmöglichkeiten bieten. Warum ist das so? Weil es in Ortschaften immer weniger alte lückenreiche Gemäuer und Scheunen gibt, während außerdem morsche Bäume sehr schnell gefällt werden, weil sie umstürzen und Schaden anrichten könnten. Im Prinzip ist ein Nistkasten leicht gebaut: vier längliche und zwei kurze bis quadratische Bretter zu einem geschlossenen Kasten verleimen oder verschrauben, ein Loch hineingebohrt: fertig. Aber so unkompliziert ist es eben doch nicht. Denn unterschiedliche Arten haben unterschiedliche Ansprüche. Wenn Sie einen Vogelkasten auf die beschriebene Weise bauen, wird er sicherlich auch über kurz oder lang bezogen werden. Es lohnt sich aber doch, sich darüber zu informieren, welche Vögel besonders auf Nisthilfen angewiesen sind und was diese speziell brauchen. Dann ist der Bau des Nistkastens sinnvoller, und Sie haben außerdem eine präzise Anleitung. Beim Naturschutzbund (NABU, den Link finden Sie unten) aber auch auf anderen Websites finden Sie sehr viele Informationen zu überraschend vielen verschiedenen Arten. Vielleicht bauen Sie ja am Ende sogar einen Nistkasten für Käuzchen statt für eine Singvogelart?

Frei aufhängen? Gar nicht so leicht

Futterhäuschen lassen sich aufhängen, wenn sie nicht allzu schwer sind. Dazu müssen sie zum Beispiel mit einem bombenfest sitzenden Haken versehen sein. Wenn dieser nicht an der richtigen Stelle sitzt, hängt das Vogelhaus schräg. Bei frei hängenden Nistkästen ist das anders: Sie sind nicht breit sondern schlank, weshalb sie automatisch ziemlich gerade hängen. Außerdem können die Eier nicht wegrollen oder die Küken davonpurzeln. Man muss bei den Futterhäuschen, die eine relativ große Futterfläche haben, also herumprobieren, um den richtigen Ansatzpunkt für die Aufhängung zu finden. Die geschätzte oder sogar exakt abgemessene Mitte stellt nicht automatisch den tatsächlichen Schwerpunkt dar. Leichter wird es, wenn man einen Aufhängbügel an den beiden Giebelspitzen des Dachs befestigt. So kann das Häuschen nur noch um eine Achse herum kippen, und das lässt ziemlich leicht durch ein paar Korrekturen (bevor der Bügel endgültig stabil angebracht wird) ins Lot bringen. Im nächsten Schritt ist es leicht, die richtige Stelle am Bügel zu finden, damit das Vogelhaus annähernd gerade hängt. An diesem Punkt muss dann der Bügel an der Schnur/dem Draht hängen oder auf dem Ast aufliegen und fixiert werden. Da das Vogelhaus weit mehr wiegt als die leichten Vogelkörper, gerät es kaum in Schräglage, wenn sich die kleinen Tiere am Rand niederlassen. Es ist also wirklich nur das sorgfältige Austarieren des leeren Vogelhauses nötig.

Frei hängende Vogelhäuser: letzten Endes auch kein Drahtseilakt

Man benötigt für ein einfaches Futterhäuschen also nur

  • drei Holzplatten: eine für die Plattform und zwei kleinere für das Giebeldach
  • Holzstangen oder Kanthölzer: stabil und angemessen witterungsfest
  • einen oder mehrere Haken oder einen Bügel
  • Umweltfreundliche Farbe und/oder Leinöl
  • dünne Leisten oder andere geeignete Teile für die Umrandung
  • für die Regenfestigkeit vor allem des Dachs zum Beispiel Bitumenpappe
  • Wahlweise Winkel und Schrauben oder Nägel und Leim

Vor allem der letzte Punkt betrifft die praktische Umsetzung des Entwurfs. Da können sich die handwerklich Veranlagten frei austoben, während diejenigen ohne Erfahrung vielleicht ins Schwitzen geraten. Da dieser Text kein Handwerksratgeber ist, können wir nicht ins Detail gehen, und empfehlen zu unklaren Punkten das Internet zu befragen. Außerdem ist es ein Zeichen von Stärke, Wissenslücken einzugestehen (gutes Vorbild für Kinder!) und sich zum Beispiel bei Freunden oder Fachleuten Rat zu holen.

Der beste Platz für das selbst gebaute Vogelhaus

Werk vollbracht. Aber wo ist nun der richtige Platz für die Futterstelle oder den Nistkasten? Bedacht werden müssen Wettereinflüsse, Sicherheit, Bedürfnisse der meisten Vögel und Vorlieben bestimmter Arten.

Himmelsrichtung und Standort wählen

Die Öffnung eines Nistkastens sollte nicht nach Westen gerichtet sein, weil das die Wetterseite ist. Von dort kommen meistens Wind und Niederschläge. Zweitens muss vermieden werden, dass der Nistkasten längere Zeit am Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. Bei einem Futterhäuschen ist dieser Aspekt unerheblich, wenn nur in den kalten Monaten gefüttert wird. Und bei ganzjähriger Fütterung entsteht auch an heißen Tagen kaum ein Problem, weil die Vögel sich nie lange aufhalten und die Futterstelle meiden können, wenn es ihnen dort nicht behagt.

Rundumsicht und Fluchtmöglichkeit

Ein Vogelhaus sollte möglichst so platziert werden, dass die Vögel gute Rundumsicht als auch Fluchtmöglichkeiten in mehrere Richtungen haben. Ihr größter Feind ist der Sperber, ein kleiner wendiger Greifvogel, der aussieht wie ein Miniaturhabicht. Er ist auf Singvögel spezialisiert und versteht es meisterhaft, die Situation aus der Ferne auszukundschaften, dann beim Anflug jede Deckung zu nutzen, so dass er erst im letzten Moment vor den Beutetieren auftaucht. Vor allem Futterhäuschen sollten frei genug stehen oder hängen, damit der Sperber rechtzeitig sichtbar wird und die Vögel noch die Chance haben zu reagieren. Büsche und Bäume in der Nähe bieten ihnen die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Sperber ist ein faszinierender Greifvogel. Leider fängt er bevorzugt Singvögel.

Eine potenzielle Todesfalle für alle Vögel stellen Fensterscheiben dar. Vor allem auf der Flucht können sie dagegenfliegen. Die Gefahr ist besonders groß, wenn sich darin Büsche und Bäume spiegeln, die als vermeintlicher Unterschlupf angeflogen werden. Deshalb sollten Vogelhäuser in einiger Entfernung zu Fenstern und anderen spiegelnden Flächen stehen.

Freie Aufhängung oder starre Befestigung

Futterhäuschen und Nistkästen frei aufzuhängen, hat den Vorteil, dass Ratten, Katzen, Waschbären und Marder kaum noch eine Chance haben, sie zu erreichen. Nachteilig ist, dass frei hängende Vogelhäuser umso mehr dem Wind ausgesetzt sind. Die Aufhängung sollte also äußerst stabil sein. Eine Verstärkung mit einer Stange oder Leiste kann verhindern, dass das Vogelhaus zu stark ins Pendeln gerät. Ein weiterer Nachteil ist, dass frei hängende Nistkästen von manchen Vogelarten nicht angenommen werden, weil sie zu exponiert sind. Es kommt also darauf an, welche Spezies mit einem Nistkasten unterstützt werden soll.

Sehr oft werden Nistkästen an Baumstämmen befestigt. Da können sie aber von Beutegreifern vom Boden aus heimgesucht werden. Aber es gibt Möglichkeiten, dies weitgehend zu verhindern. Das Vogelhaus sollte möglichst so hoch platziert werden, dass eine Katze im Sprung nicht herankommt. Vor allem sollte die Kletterfähigkeit von Katzen nicht unterschätzt werden. Aber glatte Flächen verhindern normalerweise, dass den Haustigern ihre Klettertour gelingt. Diesen Umstand kann man auf unterschiedliche Weise ausnutzen. Entweder wählt man harten Kunststoff oder Metall für den Vogelhausfuß. Oder man verwendet Manschetten aus entsprechendem Material, die um die Beine des Ständers oder um den Baumstamm gewickelt werden.

Katzen sind zu vielem in der Lage, wenn man sie lässt.

Man kann auch einen Katzengürtel kaufen. Das ist eine Art Drahtgitter, dass sich am Stamm befestigen lässt und von Katzen kaum überwunden werden kann. Es ist auch nicht sehr schwer, aus Hasendraht einen Trichter zu biegen, der mit dem breiten Ende nach unten am Baum angebracht wird. Eine elegante naturnahe Möglichkeit besteht darin, Katzen mithilfe von Dornenranken das Klettern zu verleiden.

Das Vogelhaus ist fertig – was gibt es jetzt noch zu beachten?

Wasser

Was Vögel vor allem in regenarmen Zeiten brauchen, ist natürlich Wasser. Sie tun den Vögeln ihrer Umgebung etwas Gutes, wenn Sie ihnen einen ständigen Zugang zu Wasser gewährleisten. Achten Sie darauf, dass es nicht zu lange steht. Dann haben Sie auch nicht unter Mücken zu leiden, deren Larven dort ansonsten heranwachsen. Noch viel wichtiger ist, dass die Vögel gefahrlos an das Wasser herankommen, ohne den Halt zu verlieren. Auch wenn sie einmal im Wasser landen, sollten sie wieder aus eigener Kraft herauskommen können. Ansonsten können auch Wasserstellen wahre Todesfallen – auch für andere Tiere – sein. Decken Sie Regentonnen bitte immer ab.

Hygiene

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Hygiene. Es gibt Hinweise darauf, dass sich an Futterstellen Keime nicht so sehr verbreiten wie es anzunehmen wäre. Das ergibt durchaus Sinn, da die Vögel sich fast immer nur kurz am Rand niederlassen, etwas aufpicken und dann wieder verschwinden. Dennoch ist es eine gute Idee, ein Futterhäuschen regelmäßig zu säubern, das heißt, alte Futterreste zu entfernen und die Fläche mit heißem Wasser kurz abzuschrubben. Tragen Sie dabei vorsichtshalber Handschuhe, um sich selbst vor Keimen zu schützen.

Krankheiten

Wenn einmal eine infektiöse Krankheit wie die Vogelgrippe im Umlauf ist und spätestens, wenn Sie einen toten Vogel im Garten entdecken, ist es sinnvoll, das Füttern einzustellen, bis entwarnt wird.
Achten Sie darauf, dass möglichst wenig Vogelfutter auf dem Boden landet, denn das kann Ratten anlocken. Sehr kleine Mengen werden hingegen schnell aufgepickt, wenn es Amseln und Tauben in der Nähe gibt. Diese suchen hauptsächlich auf dem Boden nach Nahrung und gewöhnen sich schnell daran, regelmäßig den Bereich unter der Futterstelle abzusuchen. Das bisschen, das sie übersehen, ist normalerweise für Ratten auch nicht mehr interessant.

Amseln stibitzen gerne die Reste am Boden.

Weitere Ratschläge zum Füttern, zur Art des Futters, sowie weitere Ideen und Anleitungen zum Bau finden Sie in den unten aufgeführten Links.

Ein Vogelhaus bauen ist super! Aber noch besser wäre…

Wenn Sie es gut mit Vögeln meinen, können Sie noch viel mehr für diese tun. Je eintöniger ein Garten ist, desto weniger kann dort leben. Fast alle Singvögel ernähren sich sowohl von Sämereien als auch von Insekten und anderem Kleingetier wie Spinnen. Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Lebensraum. Sorgen Sie für ein paar unberührte, wilde Ecken im Garten, wo das Laub liegen bleibt und Holzstücke vermodern. Pflanzen Sie Hecken und Büsche. Lassen Sie den Rasen an der ein oder anderen Stelle ungemäht. Meistens setzen sich dann verschiedene Gräser durch, die wiederum Lebensraum für Insekten bieten. Die Chancen stehen gut, dass Sie damit weitere Vogelarten und andere willkommene Tiere in ihren Garten locken.

Ein Insektenhotel mit Kindern bauen

Insektenhotels dienen Insekten als Nisthilfe und helfen ihnen zu Überwintern

Ein selbstgebautes Insektenhotel

Quellen und Informationen

  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/
  • https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Vogelhaus-selber-bauen-Eine-Anleitung,vogelhaus132.html
  • https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-08/artenschutz-voegel-nahrung-fuetterung-peter-berthold

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen.