Spiel des Monats: Die kunterbunte Rollen-Tauschbörse

Eine Gruppe von Kindern spielt im Spielzimmer mit verschiedenen Spielzeugen. Ein Mädchen trägt eine Krone und spielt mit einem Werkzeugkasten, während ein Junge in Feuerwehrkleidung ein Baby mit einer Flasche füttert. Ein weiteres Mädchen schiebt einen Spielzeugwagen, und im Hintergrund sind bunte Bauklötze und ein Drachen sichtbar. Die Szene fördert kreatives Spielen und soziale Interaktion.

Aktualisiert am 2. März 2026

Thema: Rollentausch – Alles ist für alle da. Zielgruppe: Kitakinder (3 bis 6 Jahre) Material: Verschiedene Requisiten (z. B. Puppe, Werkzeugkoffer, Kochtopf, Feuerwehrhelm, Glitzerkrone).

Verteile die Requisiten sichtbar im Raum oder lege sie in die Mitte eines Stuhlkreises. Die Kinder sitzen zunächst entspannt zusammen. Eine Handpuppe kann als „Spielleitung“ fungieren, um die Hemmschwelle zu senken.

Das Spiel lebt vom schnellen Wechsel und dem Ausprobieren ohne Bewertung:

  • Gegenstände entdecken: Die Lehrkraft (oder Handpuppe) zeigt einen Gegenstand hoch.
  • Der Impuls: Wer möchte diesen Gegenstand heute einmal ausprobieren? Es wird gezielt dazu ermutigt, Dinge zu wählen, die man sonst nicht spielt (z. B. ein Junge wählt die Puppe).
  • Das Kurz-Spiel: Das Kind bekommt 1–2 Minuten Zeit, in diese Rolle zu schlüpfen und eine kleine Handlung auszuführen (z. B. „Der Bauarbeiter kocht jetzt Suppe“).
  • Der Wechsel: Auf ein Signal hin wird der Gegenstand an ein anderes Kind weitergegeben, das eine ganz neue Idee dazu hat.

Hier sind Beispiele für Tätigkeiten, die Klischees spielerisch auflösen:

  • Der Handwerker: Repariert mit dem Werkzeugkoffer den Puppenwagen.
  • Die Feuerwehr: Tröstet mit dem Helm auf dem Kopf eine weinende Puppe.
  • Der Wald-Koch: Bekocht mit dem Kochtopf die Kuscheltiere im Wald.
  • Die Bau-Prinzessin: Baut mit der Glitzerkrone einen hohen Turm aus Holzklötzen.
  • Der tanzende Sportler: Zeigt mit dem Fußball unterm Arm elegante Tanzschritte.
  • Die Auto-Doktorin: Verarztet mit dem Stethoskop ein „krankes“ Spielzeugauto.
  • Der Rennstrecken-Pfleger: Fegt mit dem Besen die Fahrbahn für die Bobbycars.
  • Die Dino-Mama: Füttert einen gefährlichen Dinosaurier mit dem Baby-Fläschchen.
  • Der Piraten-Gastgeber: Deckt mit dem Piratenhut eine feine Tafel für die Teestunde.
  • Die Vorlese-Heldin: Liest mit dem Superhelden-Umhang den anderen etwas vor.

Ein kurzes Gespräch zum Abschluss des Spiels:

Gemeinschaft: „In unserer Gruppe darf jeder das spielen, was ihm gerade Freude bereitet.“

Gleiche Chancen: „Hat es Spaß gemacht, mal etwas ganz anderes zu machen?“

Kein Richtig oder Falsch: „Es ist toll zu sehen, dass wir alle alle Spiele ausprobieren können.“


Zum Artikel über Rollen- und Puppenspiele:

Experteninterview: Verena Borchert zum Handpuppenspiel

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