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Verhaltensstörung


Verhaltensstörungen sind äußerst schwer zu definieren. Verhaltensstörungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Handlungen umfassen, die der Situation nicht angemessen sind, die demnach von der sozialen Erwartung und vom sozialen Umfeld abweichen. Doch nicht normkonformes Verhalten gehört nicht zwingend zum Krankheitsbild psychischer Störungen, sondern kann durchaus kulturellen und sozialen Umständen entsprechen, die in neuen Umgebungen jedoch Regeln überschreiten oder sozialen Rahmenbedingungen zuwiderlaufen... ▶ hier weiterlesen..

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Verhaltensstörungen und Verhaltensauffälligkeiten


Ein Richtwert in der Definition von Verhaltensstörungen ist der Leidensdruck der betroffenen Person oder seiner Bezugspersonen oder anderer Kontaktpersonen. Wie sehr leidet die Umwelt an den Verhaltensstörungen?

Es gibt grob unterteilt vier Grundformen von Verhaltensstörungen. Aggressive Verhaltensstörungen sind gekennzeichnet von körperlichen und verbalen Aggressionen. Demgegenüber gibt es Verhaltensstörungen, die von unverhältnismäßigen Hemmungen gekennzeichnet werden, diese Art von Verhaltensstörung wird begleitet von Minderwertigkeitsgefühlen, Rückzug und Leiden im Stillen. In einer weiteren Form von Verhaltensstörungen fasst man nicht mehr altersentsprechende Verhaltensweisen zusammen. Diese Verhaltensstörungen treten demnach auf, nachdem die natürliche Entwicklungsphase, in der diese Verhaltensweisen normal wären, bereits überschritten wurde. Die vierte Form der Verhaltensstörung ist die sogenannte sozialisierte Delinquenz, bei der durch Cliquen und Banden nicht normatives Verhalten durch Nachahmung gelernt, geübt und quasi legitimiert wird.

Zum großen Teil treten Verhaltensstörungen auf als Folge einer problematischen Erziehungsform. Diese kann bestehen, wenn die Eltern sehr autoritär und ungerecht erziehen, Gewalt im Elternhaus herrscht oder die Eltern selbst an Störungen im Verhalten oder an anderen psychischen Störungen leiden.

Gestörtes Verhalten kann auch auf eine Basiserkrankung beruhen wie Hirnschäden und Traumatisierungen, weshalb eine genaue Diagnose von großer Bedeutung ist. Eine Diagnose können stellen Psychologen, Kinder- und Jugendlichenpsychiater oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Verhaltensstörungen können eine Folge psychischer Störungen sein. Mit Verhaltensstörungen gehen einher die depressive Erkrankung, bipolare Störungen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen oder die Schizophrenie. Verhaltensstörungen können auftreten als Symptome von Substanzmissbrauch.

Die Diagnose unterscheidet organische, symptomatisch-psychische, wahnhafte, neurotische und affektive Störungen, Verhaltensstörungen aus Überlastung oder als Folge von Persönlichkeitsstörungen. Auch sind Verhaltensstörungen eine Folge einer Entwicklungsstörung oder eine Folge eingeschränkter Intelligenz.