- Entwicklung & Förderung
-
Kindergarten- & Schulausstattung
- Krippen- & Kindergartenmöbel
- Snoezelen & Ruheraum
- Schulmöbel & Schulausstattung
- Ergonomische Stühle & Hocker
- Lärm & Schallschutz
- Aufbewahrung & Ausstattung
- Hygieneausstattung
- Therapiematerial & Therapiespiele
- Lernspielzeug & Lernspiele
- Sport & Bewegung
- Montessori Material
- MINT, Robotik & Technik
- Lern- & Lehrmaterial
- Verlage & Marken
- SALE
Unser Blog
Dieses Thema und viele weitere passende Gebiete zu unseren Shopkategorien behandeln wir in unserem Wissensblog und bieten oft auch nützliche weiterführende Informationen.
Weiterlesen »Saiteninstrumente
Saiteninstrumente sind unfassbar vielfältig und sehr beliebt. In Sinfonieorchestern bilden sie die größte Gruppe; viele Musikanfänger liebäugeln mit Gitarre oder Geige. Saiteninstrumente sind sowohl im Aussehen als auch in der Spielweise recht unterschiedlich und faszinieren seit über 4.500 Jahren. Wie sie gespielt werden, worauf zu achten ist und welche Grundformen es gibt, das lesen Sie im folgenden Ratgeber – mit Hinweisen für den Einsatz in Kita, Grundschule und Musikunterricht ... ▶ Weiterlesen
Saiteninstrumente im Musikunterricht: Einsatz und Förderziele
Saiteninstrumente sind feste Bestandteile von Musikraum, Unterricht und AG. Fachkräfte in Kita, Grundschule und Sekundarstufe nutzen Zupf- und Streichinstrumente für elementares Musizieren, Instrumentenkunde und Ensemblearbeit. Für heterogene Gruppen bieten sich einfache Begleitmuster, Call-and-Response und ostinate Patterns an; fortgeschrittene Lernende übernehmen Melodie- und Bassstimmen.
Saiteninstrumente unterstützen das Kompetenzprofil des Lehrplans Musik: Tonhöhen, Tondauern, Artikulation, Dynamik und einfache Harmonik werden praktisch erfahrbar. Zur Vorbereitung gehören Stimmhilfen, klare Sitz- und Spielregeln sowie gut zugängliche Aufbewahrung. Rhythmische Akzente ergänzen Trommeln oder Cajons, Tonhöhenmodelle lassen sich mit Xylophonen & Metallophonen erarbeiten. Für komplette Gruppen eignen sich abgestimmte Musikinstrumente-Sets; weitere Kategorien finden Sie unter Musikinstrumente.
- Förderbereiche: Fein- und Grobmotorik, auditive Wahrnehmung, Intonation, Rhythmusgefühl, musikalisches Gedächtnis
- Soziale Kompetenzen: aufeinander Hören, Gruppenorganisation, Rollenwechsel zwischen Melodie, Begleitung und Bass
- Fachliche Lernziele: Saitenstimmung, Griffbilder/Grifffolgen, einfache Akkorde, Bogenführung, Notenlesen und Tabulatur
- Differenzierung: vereinfachte Begleitmuster für Einsteigende, Melodie- und Mehrklangspiel für Fortgeschrittene
Für die Organisation bewähren sich kurze Rituale: Stimmen, Warm-up auf Leersaiten, koordiniertes Einsetzen und ein klares Stopp-Signal. Achten Sie auf altersgerechte Größen und sichere Lagerung auf Ständern oder in Wandhaltern. Für Ganztag und AGs sind robuste Transportlösungen und eindeutige Kennzeichnungen hilfreich.
Aufbau der Saiteninstrumente
Saiteninstrumente, auch Chordophone (Saitenklinger), bestehen aus einem Klangkörper und Saiten, die an zwei Punkten aufgespannt sind. Es gibt Instrumente mit und ohne Griffbrett, zum Zupfen oder zum Streichen. Saiteninstrumente als Zupfinstrumente ohne Griffbrett sind beispielsweise folgende:
- Harfe
- Lyra
Saiteninstrumente als Zupfinstrumente mit Griffbrett:
- Gitarre
- Mandoline
- Ukulele
- Banjo
Zu den Saiteninstrumenten als Streichinstrumente mit Griffbrett zählen:
- Geige
- Cello
- Kontrabass
Die Einteilung berücksichtigt Form und Spielweise in Zupf- und Streichinstrumente. Form, Größe, Gewicht des Klangkörpers und Saitenzahl variieren stark; die Bandbreite reicht von vielen unterschiedlich langen Saiten (z. B. Harfe) bis zu wenigen gleich langen Saiten (z. B. Gitarre, Ukulele).
Funktionsweise und Geschichte dieser Instrumente
Durch Zupfen, Streichen oder Klopfen wird die Saite in Schwingung versetzt; der Resonanzkörper überträgt diese Schwingung in Schall. Das Verkürzen der Saitenlänge durch Greifen verändert die Tonhöhe: Je kürzer die schwingende Saite, desto höher der Ton. Je nach Instrument wird auf dem Schoß, unter dem Kinn oder vom Boden aus gespielt.
Geschichtlicher Umriss
Saiteninstrumente existieren seit über 4.500 Jahren; als frühe Formen gelten u. a. Musikbogen und Harfen. Abbildungen zitherähnlicher Formen stammen u. a. aus Indien; eine frühe Darstellung eines Streichinstrumentes (ähnlich der Geige) findet sich auf einer armenischen Vase des 10. Jahrhunderts. In Europa lassen sich im 10./11. Jahrhundert Grundformen wie Drehleier, Fidel und Rebec nachweisen; daraus entwickelten sich Violen und Gamben. Die heutige Form der meisten europäischen Saiteninstrumente entstand im 18. Jahrhundert; die moderne Gitarre wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts von Antonio de Torres geprägt. Für den Unterricht lassen sich diese Aspekte nutzen: Instrumentenfamilien vergleichen, Klangfarben identifizieren und Saitenlängen/Tonhöhen in einfachen Experimenten erfahrbar machen.
Saiteninstrumente in der musikalischen Früherziehung
Gitarren sind besonders verbreitet. Bei älteren Kindern ab 10 Jahren sind auch elektrische Gitarren gefragt, da Popsongs und Lautstärkeeffekte ansprechen. Ukulelen sind klein, farbig verfügbar und gelten als leichter zu erlernen; viele starten damit und wechseln später zur Gitarre. Eine passende Kombination ist Zupfinstrument plus Trommel für den Einstieg ins gemeinsamen Musizieren. Auch klassische Streichinstrumente wie Geige oder Cello ermöglichen Anfängern den Einstieg in Ton- und Notenwelt. Anfangs auch andere Instrumente testen, um die individuelle Tendenz zu Blas-, Tasten- oder Saiteninstrumenten zu klären.
Im Gruppenunterricht helfen klare Rollen: einfache Begleitpatterns auf Zupfinstrumenten, Bordun- oder Leersaitenübungen bei Streichinstrumenten sowie Arrangements mit Perkussion. Melodien können auf Xylophonen vorgeübt und auf Saiten übertragen werden.
Gitarren und andere Saiteninstrumente für Linkshänder
Es gibt Saiteninstrumente für Rechts- und Linkshänder. Beratungsstellen für linkshändige Menschen empfehlen häufig Linkshänderinstrumente; in der Praxis sprechen Musiklehrkräfte teils differenziert darüber, u. a. wegen Verfügbarkeit und Ausleihe. Bei Streichinstrumenten und Harfen spielt die passende Größe eine große Rolle, bei Gitarren existiert eine breite Auswahl für beide Händigkeiten. Die Wahl sollte die angeborene Händigkeit berücksichtigen und in Absprache mit Lehrkräften erfolgen.
Für den schulischen Alltag unterstützen strukturierte Aufbewahrung (Ständer, Wandhalter, nummerierte Koffer) und kurze Pflege-Routinen den Bestand: Saiten nach dem Spielen abwischen, Stimmungen regelmäßig prüfen, Verschleißteile rechtzeitig ersetzen. Für AGs sind einheitliche Stimmungen (z. B. Referenzton A) und Checklisten bei Ausgabe und Rücknahme hilfreich; bei größeren Gruppen sind abgestimmte Klassensätze sinnvoll.
Häufige Fragen zu Saiteninstrumenten
Ab welchem Alter eignen sich Saiteninstrumente für den Unterricht?
Saiteninstrumente eignen sich in der Regel ab etwa 6 Jahren für den Einsatz in der Grundschule. Für Kita-Gruppen werden häufig elementare Zugänge gewählt, etwa Klangerkundung, Leersaiten-Experimente oder gemeinsames Zupfen unter Anleitung. Entscheidend sind passende Größen, einfache Spielmuster und klare Regeln zur Handhabung.
Welche Saiteninstrumente sind für die Grundschule besonders geeignet?
Für die Grundschule eignen sich Saiteninstrumente wie Ukulele und Gitarre für Begleitmuster sowie kindgerecht dimensionierte Streichinstrumente für Leersaitenübungen. Ukulelen ermöglichen schnelle Erfolgserlebnisse mit wenigen Griffen, während Gitarren den Übergang zu mehrstimmiger Begleitung erleichtern. Streichinstrumente fördern Gehörbildung und Haltung bereits mit offenen Saiten.
Worin unterscheiden sich Zupfinstrumente und Streichinstrumente?
Zupfinstrumente werden mit Fingern oder Plektrum angeregt, Streichinstrumente mit dem Bogen; beide sind Saiteninstrumente mit unterschiedlichen Spieltechniken. Zupfinstrumente eignen sich für Akkorde, Arpeggien und rhythmische Begleitung, Streichinstrumente für lang ausgehaltene Töne, Differenzierung der Bogenführung und dynamische Nuancen. Die Wahl hängt von Lernzielen, Gruppengröße und vorhandener Betreuung ab.
Was braucht eine Einrichtung für einen Klassensatz Saiteninstrumente?
Für einen Klassensatz Saiteninstrumente sind einheitliche Stimmungen, robuste Aufbewahrung und Stimmhilfen (z. B. Stimmgeräte, Stimmgabeln) wesentlich. Ergänzend sind Ersatzsaiten, Plektren bzw. Bögen, Tuch zum Abwischen und beschriftete Ablagen hilfreich. Die genaue Anzahl richtet sich nach Gruppengröße und Unterrichtsform, häufig werden gleiche Modelle für eine zügige Einführung bevorzugt.
Wie pflegt und lagert man Saiteninstrumente im Musikraum?
Saiteninstrumente sollten trocken, temperiert und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Nach dem Spiel wischen Fachkräfte Saiten und Griffbrett trocken ab, kontrollieren die Stimmung und entlasten bei Bedarf die Saitenspannung. Ständer, Wandhalter und Koffer mit Kennzeichnung erleichtern Ausgabe, Rücknahme und Inventur.
Wie lassen sich Saiteninstrumente inklusiv im Unterricht einsetzen?
Saiteninstrumente unterstützen inklusiven Unterricht durch variierbare Schwierigkeitsgrade von Leersaiten bis hin zu Melodiespiel und Akkordwechseln. Differenzierte Arrangements verteilen Rollen nach Können, etwa Bordun, Rhythmus, Melodie und einfache Solo-Impulse. Adaptive Hilfen (Haltungsmarkierungen, farbige Griffe, vereinfachte Notationen) erleichtern Teilhabe.