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Das räumliche Denken sowie die dreidimensionale Vorstellungskraft sind nicht angeboren. Sie entwickeln sich im Spiel. Hier sind die passenden Spiele und Materialien für Sie zusammengefasst. Bei Raumlageorientierung, räumlichem Erfassen, visueller Wahrnehmung, optische Differenzierung und Konzentration sind Kinder oftmals genauso gut wie Erwachsene, daher sind sie im Raum Lage Spiel gegenüber Erwachsenen nicht benachteiligt und haben die gleichen Gewinnchancen. So üben Sie spielerisch den Zusammenhang von Orientierung in Lage und Raum! ... ▶ zum Ratgeber räumliches Denken

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Entwicklung und Voraussetzungen des Räumlichen Denkens


Zunächst einmal beginnen Kinder damit, ihren eigenen Körper wahrzunehmen. Mit zunehmender Entwicklung lernen sie ganz unbewusst wo sich Arme und Beine befinden und wie sie diese steuern können. Sobald sie mit der Fortbewegung beginnen lernen sie bereits etwas über ihre Position im Raum. Hier beginnen die ersten Erfahrungen mit dem räumlichen Denken. Erst zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr erfolgt ein bewusster Umgang mit unterschiedlichen räumlichen Größen, wie Distanzen. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei ein gutes Zahlenverständnis.

Der Fokus beim räumlichen Denken liegt auf der Lage und die Beziehung verschiedener Körper im dreidimensionalen Raum. Die räumliche Vorstellungskraft ist eine Kombination aus dem Raum, in dem wir uns befinden, und den uns umgebenden Objekten und Gegenständen sowie unserer Vorstellung, unseren Gedanken und Erfahrungen.

Das räumliche Denken entwickelt sich im Spiel. Es beginnt bereits damit, dass Kinder Gegenstände in Boxen ein- und wieder ausräumen. Damit entwickelt sich die räumliche Vorstellung. Werden danach Türmchen gebaut unterstützt die die Entwicklung der vertikalen Vorstellung. Zur Ausbildung der horizontalen Vorstellung wird dann weiter mit Zügen gebaut. Sprachlich werden Präpositionen wie unter oder über, auf oder in usw. benutzt.

Diese Erfahrungen werden zum räumlichen Denken benötigt. Das räumliche Denken ist eine sehr komplexe Fähigkeit. Dazu gehört auch sich Objekte gedanklich vorzustellen und ihre Veränderung im Raum vorhersagen zu können. Um sich räumlich orientieren zu können müssen mehrere Sinne zusammenspielen: die Augen, die Ohren, der Muskel- und Gleichgewichtssinn.

Die Raum Lage Orientierung erfolgt eher unbewusst. Trotz dass sie in jedem Alter wichtig ist. Das räumliche Denken wird quasi ständig benötigt, ob beim Gehen oder zur Orientierung bei neuen unbekannten Orten. Dabei können Entwicklungsstörungen wie Asperger, Autimus oder Zerebralparesen das räumliche Denken beeinträchtigen. Ist die Raumwahrnehmung gestört, äußert sich das bei Kindern häufig darin, dass sie ungeschickt und unsicher in ihren Bewegungen sind. In der Schule werden Buchstaben dann häufig spiegelverkehrt geschrieben oder Rechenzeichen verwechselt.

Durch regelmäßiges fordern des räumlichen Denkens, werden die neuronalen Vernetzungen im Gehirn gefördert und so diese Fähigkeit verbessert. Dafür eignen sich Raum-Lage-Spiele hervorragend. Um ein gutes räumliches Denken zu entwickeln, sollten bereits Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter gefördert werden. Ein Tolles Set dazu ist unser Nikitin Entwicklungspaket. Mit diesem umfangreichen Set können mehrere Kinder gleichzeitig verschiedene Aufgaben bewältigen. Die Nikitin Würfel sind allseits beliebt. Die verschiedenen Farbflächen sollen zu einer Figur zusammengesetzt werden. Größere Kinder arbeiten dabei nach Vorlagekarten, kleiner benutzen sie eher zur freien Gestaltung.

Bedeutung und Förderung des räumlichen Denkens


Das räumliche dreidimensionale Sehen entwickelt sich bis zum Alter von etwa 7 Jahre. Bei der Raumlage werden Gegenstände in Bezug auf sich selbst gesehen, während es bei der räumlichen Beziehung darum geht, mehrere Gegenstände in Bezug zueinander zu betrachten. Kleine Kinder gehen immer von ihrem eigenen Körper als Mittelpunkt des Raumes aus. Die Objekte sind also vor, neben, über, unter oder hinter ihnen. Die dazu benötigten Präpositionen können spielerisch geübt werden. Beispielsweise mit den LingoCards Grammatik Präpofix.

Das räumliche Denken wird für sehr viele verschiedene Tätigkeiten und Aufgaben benötigt. Beispiele sind:

  • Technisches Zeichnen
  • Konstruktion
  • Design
  • Lesen von Karten
  • Für alle planerischen und handwerklichen Tätigkeiten
  • Um Buchstaben zu unterscheiden
  • In Kombination mit der Motorik: für alle Sportarten

Um ein gutes räumliches Denken zu entwickeln benötigt es Anregung und Förderung. Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Raumorientierung, der eigenen Körperorientierung, der visuellen Wahrnehmung und dem Handlungsplan. Eine fehlende oder mangelnde Raumorientierung führt zu Schwierigkeiten im Zahlenraum und zu einer Dyskalkulie werden. Um dieser vorzubeugen empfiehlt es sich bereit Spiele, die das räumliche Denken anregen mit Kindern im Kindergarten zu spielen.

Raum-Lage-Spiele zur Förderung des räumlichen Denkens sind unter anderem:

  • In Raster Zeichnen
    Tiere oder Gegenstände werden in Raster entweder durch Spiegeln, Abzeichnen oder nach einer Anleitung eingezeichnet

  • Spiele zu den Positionen
    Dabei gibt es Kartenspiele, Puppen mit Zubehör, Vorlagekarten zum Nachbauen, Legespiele. Mit all diesen können gezielt die räumlichen Präpositionen geübt werden

Raum-Lage-Spiele fördern:

  • Geduld
  • Konzentration
  • Räumliches Denken
  • Visuelle Wahrnehmung
  • Zahlenverständnis, erstes Rechnen
  • Beobachten
  • Präpositionen
  • Raum-Lage-Beziehungen

Ein anspruchsvolles Spiel für Kinder ab 4 Jahre ist die Montessori Römische Brücke. Die Kinder machen dabei erste Erfahrungen mit der Statik. Zudem fördert es die Konzentration sowie das räumliches Denken. Das Objekt kann anschließend von allen Seiten betrachtet werden. Eindrücke aus verschiedenen Blickwinkeln werden so visuell erfasst und verarbeitet. Diese Erfahrungen unterstützen das räumliche Denken.

Abgrenzung zu Körpererfahrung und Bewegung


Wie bereits oben erwähnt beginnen kleine Kinder damit ihren Körper wahrzunehmen und sich im Raum zu bewegen, sobald sie motorisch dazu in der Lage sind. Dabei machen sie schon erste Vorerfahrungen, die das räumliche Denken mit beeinflussen. Kinder lernen durch ihre Bewegungen. In unserer Rubrik Körpererfahrung und Bewegung finden Sie dafür die passenden Anregungen.