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LRS Förderung


Die Förderung bei einer Lese-Rechtschreibstörung ist so frühzeitig wie möglich zu leisten. Es ist jedoch meist sehr schwer zu erkennen, wann ein Kind lediglich übliche Lernschwierigkeiten hat, die sich über die Zeit durch Übungen und Erfahrung auflösen lassen, und wann eine konkrete Teilleistungsstörung vorliegt, die den Zugang zur Schrift und Sprache verunmöglicht... ▶ hier weiterlesen..

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Frühzeitiges Erkennen und Förderung bei Lese-Rechtschreibstörungen


Eine Lese-Rechtschreibstörung zu erkennen ist für Lehrer, Eltern und andere Bezugspersonen nicht einfach. Auffällig in ihren Leistungen werden Kinder in der Regel erst mit der Einschulung. Bei den ersten Schwierigkeiten im Lernstand geht die Vermutung häufig auf die schulische Unreife oder Konzentrationsschwäche der kleinen Schüler. Bleibt das Schulkind mit der Zeit immer weiter in seinen Leistungen zurück, so geht die Tendenz dahin, auf Interesselosigkeit oder mangelnde Begabung zu spekulieren. Um diese Ursachensuche zu verkürzen, ist es nötig, sich als Elternteil oder Bezugsperson die richtigen Fragen zu stellen.

Folgende Fragen sind entscheidend und sollten gestellt werden: Gibt es Schreibschwierigkeiten und Grammatik-Probleme trotz fleißigen Übens und Förderunterricht? Ist die Zuordnung von Lauten und Buchstaben auch im 2. Schuljahr noch nicht korrekt möglich? Schreibt das Kind ein Wort manchmal richtig, dann wieder falsch? Fällt dem Kind die Zuordnung von Klanggestalt und Wortbedeutung schwer? Dann sollten Eltern so früh wie möglich aufhorchen und sich um eine passende Förderung bemühen. Es ist wichtig zu wissen, dass sich eine Lese-Rechtschreibstörung nicht von selbst wieder gibt oder sich "verwächst", sondern ohne entsprechende Förderung bei LRS langfristig deutliche Spuren in der schulischen Leistung, der Motivation und der Seele des Kindes hinterlässt.

Wie fördern bei einer Lese-Rechtschreibstörung?


Erfahrungsgemäß hilft die Förderung auf der Grundlage der systematischen Übungsbehandlung. Die Therapie und Fördereinheiten üben dabei konkret das Schreiben und Lesen. Die Förderung ist daher nicht im Schnelldurchlauf zu absolvieren, nicht in einem Crash-Kurs zur LRS vermittelbar. Eine LRS-Therapie dauert eineinhalb bis zwei Jahre. Denn die betroffenen Schüler müssen sich in ihrem eigenen Lerntempo und mit besonderen Methoden das Schreiben und Lesen neu beibringen. Eine andere Seite der therapeutischen Förderung ist die Stabilisierung der Motivation und des Selbstvertrauens der betroffenen Kinder, dies benötigt viel Zeit.

Eine Einzelförderung bei Lese-Rechtschreibstörung ist einer Gruppenförderung bei LRS vorzuziehen, da hier den Kindern und Ihren Fortschritten und Stärken genug Aufmerksamkeit gewidmet werden kann. Auch sind die Eltern wichtig, sie sollten eng einbezogen werden und auf dem therapeutischen Weg wichtige Schritte mit ihren Kindern machen. Die Eltern müssen dafür gut instruiert werden, sie müssen sich auch selbst informieren und viel zu der Teilleistungsschwäche Legasthenie dazulernen. Ratgeber lesen und Erfahrungsberichte helfen zur Orientierung.

Übungen in der Schule werden in Gruppen durchgeführt. Sie ersetzen nicht die professionelle Einzeltherapie, können sie aber sinnvoll begleiten. Geeignet dafür sind wissenschaftlich geprüfte Übungsprogramme wie das Marburger Rechtschreibtraining von G. Schulte-Körne oder die Lauttreuen Übungen von Carola Reuter-Liehr.