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Montessori Sinnesmaterial (SI)


Das Sinnesmaterial wird mit verschiedenen Namen bezeichnet: materialisierte Abstraktion, Schlüssel zum Universum, Wege zur Kultur. Diese Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen sind wahrscheinlich Ausdruck der Begeisterung, den diese Materialien bei den Menschen, denen sie gut bekannt sind, wecken. Sie sind trügerisch einfach in ihrem Äußeren und befriedigen die Kinder durchaus während ihrer Entwicklung.

Der Grund für den Erfolg und die Popularität dieser Materialien ist zweifellos darin zu sehen, dass die Sinnesmaterialien den Kindern die Möglichkeit bieten, sich spontan aktiv zu betätigen, wie es alle Kinder gern wollen. Mit oder ohne speziellem Material werden Kinder immer, wenn sich ihnen die Möglichkeit bietet, Gegenstände nach Größe, Form, Farbe, oder auch nach Tastempfinden, Klang, Temperatur oder Gewicht, von dunkel nach hell, von groß nach klein ordnen und sortieren. Das Sinnesmaterial Maria Montessori´s gibt ihnen die Gelegenheit, ihre Sinneserfahrungen zu ordnen, zu strukturieren, zu klassifizieren und zu kategorisieren.

Die Sinnesmaterialien sind mathematisch geordnet. Eine einzelne Eigenschaft wird isoliert, wobei die übrigen Merkmale gleich bleiben. Sie haben immer einen genauen umschriebenen Anwendungsbereich und sind begrenzt in der Menge. Diese Eigenschaften befähigen die Kinder das Ziel, das konkret in jedem Teil des Materials vorhanden ist, abzuleiten. Sie sind in der Lage, das Ziel zu benennen und mit der Umgebung in Verbindung zu bringen. Sie besitzen eine eingebaute, materialisierte Fehlerkontrolle und sind zum individuellen Arbeiten und zur Wiederholung geeignet. Dank der eingebauten Fehlerkontrolle beim Sinnesmaterial lernen die Kinder selbstständig zu arbeiten. Sie haben keine Angst davor, auch Fehler zu machen und sie akzeptieren, dass das Erkennen von Fehlern wichtig ist, um wiederum daraus zu lernen. Außerdem wird bei ihnen dadurch eine intellektuelle Aufrichtigkeit entwickelt.